Corona in Hagen

Hagen: Martinszug durch Emst soll am 6. November stattfinden

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Der Martinszug durch Emst-Bissingheim in Hagen ist überaus beliebt.

Der Martinszug durch Emst-Bissingheim in Hagen ist überaus beliebt.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.  Der Martinszug durch Hagen-Emst soll, so die Veranstalter, stattfinden. Derzeit erlaubt die NRW-Coronaschutzverordnung Umzüge. Aber im November?

Emster Familien können – zumindest nach jetzigem Stand – aufatmen. Der beliebte Martinszug durch Emst-Bissingheim findet statt. Am Samstag, 6. November, um 17 Uhr soll sich der Tross in Hagen in Bewegung setzen.

„Wir haben ein großes Bedürfnis der Bürger nach einem traditionellen Martinszug gespürt“, sagt Jörg Meier. Der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft Emst-Bissingheim fährt fort: „Wir hatten überlegt, den Zug – genau wie im letzten Jahr – aufgrund der Pandemie ausfallen zu lassen, doch es kamen viele Anfragen von Eltern, und die Situation hat sich derzeit ja auch etwas­ entspannt.“

Schutzverordnung gilt nur bis zum 29. Oktober

Laut der Coronaschutzverordnung sind Martinsumzüge aktuell wieder erlaubt. Allerdings gibt es ein Problem: Die aktuelle Corona-Schutzverordnung gilt in NRW nur bis zum 29. Oktober, der offizielle Sankt-Martins-Tag ist allerdings erst am 11. November, der Hagener Umzug soll am 6. November stattfinden.

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Die Regeln der Schutzverordnung könnten also vor dem geplanten Martinszug angepasst und eventuell verschärft werden. „Zu künftigen Regelungen können derzeit keine generellen Aussagen gemacht werden, da diese abhängig von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens sind“, erklärt das Gesundheitsministerium.

Steigen die Zahlen bis November wieder an – was durch viele Herbstferien-Rückkehrer wahrscheinlich ist – könnten die Maßnahmen in NRW also wieder angezogen werden.

Risiko zu hoch

Einigen Vereinen und Gemeinden (auch in der Region) ist das Risiko daher zu hoch. So wurden zum Beispiel in Dortmund, wie die Stadt mitteilt, die Umzüge bislang nur zögerlich angemeldet. Und der Martinszug­ der Engelbertschule in Brilon­ wurde bereits abgesagt.

Leitfaden für Großveranstaltungen

Aber die Emster sind optimistisch: „Wir haben zwar erfahrungsgemäß immer einen sehr großen Zug, doch liegen wir mit 1000 bis maximal 1500 Teilnehmern weit unter der Höchstgrenze von 2500 Teilnehmern“, begründet Jörg Meier die Entscheidung seines Vereins, den Martinszug – wenn möglich – in diesem Jahr stattfinden zu lassen.

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Zum Hintergrund: Das NRW-Gesundheitsministerium hat den Kommunen einen Leitfaden für Großveranstaltungen im Freien an die Hand gegeben. Demnach gilt ab einer Personenzahl von gleichzeitig mehr als 2500 anwesenden Besuchern die 2-G-Regel. Demnach dürfen sich ausschließlich Genesene und vollständig Geimpfte auf einem Open-Air-Event tummeln. Bei Veranstaltungen mit weniger Gästen und einer Inzidenz von mehr als 35 dürften auch Getestete teilnehmen.

Mit Ordnungs- und Gesundheitsamt ausgetauscht

Man habe sich, versichert Jörg Meier, mit dem Ordnungsamt sowie dem Gesundheitsamt ausgetauscht, „und daraufhin haben wir die Genehmigung für unseren Zug erhalten“.

Natürlich seien die Besucher seitens des Vereins nicht kontrollierbar und das Gelände sei nicht abzusperren, doch man appelliere an das Verantwortungsbewusstsein der Teilnehmer. „Jeder – sowohl Erwachsene als auch durch die Eltern oder Begleitpersonen beaufsichtigte Kinder – sollte auf die Einhaltung der Abstandsregeln­ und Hygienevorschriften achten“, so der Vereinsvorsitzende.

Auch THW und Polizei dabei

Der Martinszug 2021 wird der 48. in der Vereinsgeschichte sein, „wir hängen an der Tradition“, betont Jörg Meier. Unterstützt wird der Emst-Bissingheim-Zug stets von Kräften des Technischen Hilfswerks und der Polizei, außerdem von zwei Blaskapellen. „Es sitzen wieder alle mit im Boot“, freut sich Meier und ergänzt: „Natürlich wird der Zug wieder von Sankt Martin und einem Pferd angeführt.“

Startpunkt soll am 6. November zwischen der Emster Grundschule und der Turnhalle sein, dann geht es durch die kleinen Straßen in Bissingheim, über die Cunostraße und wieder zurück in den Emster Park. Das Martinsspiel findet schließlich auf dem Schulhof statt – im Schein zahlreicher Martinslaternen.

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