Polizei

Hagen: Minister-Versprecher sorgt für Wirbel bei der Polizei

Innenminister Herbert Reul (CDU) bei der Eröffnung der Polizeiwache Hohenlimburg vor wenigen Tagen: Seine Aussage über die Polizei „Haachen“ hat nicht nur in Hagen für Wirbel gesorgt.

Innenminister Herbert Reul (CDU) bei der Eröffnung der Polizeiwache Hohenlimburg vor wenigen Tagen: Seine Aussage über die Polizei „Haachen“ hat nicht nur in Hagen für Wirbel gesorgt.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  Innenminister Reul spricht über rechte Gruppen bei der Polizei in „Haachen“. Er meint Aachen, Journalisten verstehen Hagen. Das sorgt für Wirbel.

Willkommen in Haachen, einer Mischung aus Hagen und Aachen. Die Kommune hat NRW-Innenminister Herbert Reul mit undeutlicher Aussprache im Landtag kreiert, als es um Städte ging, in denen Polizei-Gruppen mit rechtsextremen Inhalten aufgeflogen sind. Und das wiederum hat bundesweit für Aufsehen gesorgt.

Denn: Gemeint war in der Rede von Herbert Reul (CDU) im Landtag in Düsseldorf die Stadt Aachen, verstanden aber haben die Kollegen der Deutschen Presseagentur Hagen. Und genau das haben sie so aufgeschrieben. Und so hat sich die Nachricht von einer rechtsextremen Gruppe innerhalb der Hagener Polizei innerhalb kürzester Zeit in ganz Deutschland verbreitet.

Polizei Hagen wendet sich an die Deutsche Presseagentur

Internetportale hatten die Nachricht ebenso verbreitet wie Zeitungen. „Wir haben massiv bei der Deutschen Presseagentur interveniert“, sagt Tino Schäfer, Leiter der Pressestelle der Polizei Hagen, „wir haben sogar das Protokoll der Sitzung eingesehen und festgestellt, dass dort ,Aachen’ festgehalten ist.“

All das habe schließlich dazu geführt, dass der Fehler korrigiert worden ist. Verbreitet hatte sich die falsche Version des Textes trotzdem. Schäfer stellt auch deshalb noch einmal klar: „Bei der Polizei Hagen sind keinerlei Vorfälle bekannt.“

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