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Hagen: Mit bunten Ideen durch die Pandemie

| Lesedauer: 5 Minuten
Sarah Arabatzi hat einen bunten Bastel-Blog für Familien ins Leben gerufen, den mittlerweile fast 40.000 Leute verfolgen.

Sarah Arabatzi hat einen bunten Bastel-Blog für Familien ins Leben gerufen, den mittlerweile fast 40.000 Leute verfolgen.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  Sarah Arabatzis aus Hagen teilt ihre Bastel-Vorlagen für Kinder im Netz – und begeistert damit Familien und Einrichtungen auf der ganzen Welt.

Teilweise bekommt Sarah Arabatzis mehr als 200 Nachrichten am Tag zugeschickt. Von Menschen, die das, was sie macht, gut finden. Diese Nachrichten kommen von Eltern, aus Kitas und Schulen, oder aus Seniorenheimen. Nicht nur aus Hagen, sondern aus der ganzen Welt. „Letztens hat mir eine Lehrerin aus Indien geschrieben und Fotos geschickt von ihrem Klassenraum, wo von den Kinder die gebastelten Bilder nach meinen Vorlagen hingen. Gestern erst hat mich eine Nachricht aus der Türkei erreicht aus einer Kita. Vor zwei Wochen eine Nachricht einer Mutter aus dem Iran. Das ist total verrückt. Das hätte ich so niemals erwartet“, sagt die Hagenerin und lächelt.

Fast 40.000 Menschen verfolgen mittlerweile das, was Sarah Arabatzis zuhause macht: basteln für Kinder. In der Coronazeit hat sie, zusammen mit ihrem Mann, einen Blog und einen Instagram-Account ins Leben gerufen, um Themen rund um die Familie zu zeigen und anzusprechen: „Allaroundfamily“ haben sie daher ihren Kanal und Blog genannt. „Ich zeige eigentlich dort nur, was ich mit den Kids zuhause mache“, sagt Arabatzis.

Schöne Momente für die Familie

Vor der Geburt ihrer Tochter hatte die Hagenerin begonnen, Grafik-Design zu studieren. „Ich wollte immer etwas Kreatives machen“, sagt die 32-Jährige. In der Elternzeit fängt sie dann an, eigene Bastelvorlagen am Computer zu erstellen und sie kostenlos auf ihrem Blog und über kleine Bastel-Videos auf Instagram all jenen zur Verfügung zu stellen, die ebenfalls mit ihren Kindern durch die Coronazeit nur eingeschränkte Möglichkeiten für Aktivitäten haben. „Eine Zeit lang konnte man ja nichts machen. Sogar Spielplätze waren gesperrt und alle haben viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbracht“, erinnert sich die Hagenerin. Zeit, in denen man die Kleinen beschäftigen muss.

Seitdem entstehen auf dem Küchen- und Esstisch viele bunte Bastelideen. Mittlerweile hat sie über 100 Vorlagen zum Basteln, Spielen und Lernen entworfen, die sie kostenlos zur Verfügung stellt. „Alles ist darauf ausgelegt, dass die Kleinen möglichst viel selbst basteln und erleben können. Ich möchte einfach gerne alles mit anderen Familien teilen. Die Zeit ist schwer genug, gerade für die Kinder“, sagt die Mutter.

Von ihrem privaten Leben teilt sie dabei auf ihrem Kanal nur wenig: „Ich zeige meine Kinder nicht im Netz – und werde das auch nie tun. Auch von mir selbst und unserem Familienalltag zeige ich nicht wirklich viel“, sagt Sarah Arabatzis, die Privates auch privat halten will – aber ein Stück weit mit ihrem Blog und dem Account eine eigene Leidenschaft zum Nebenjob gemacht hat.

Mittlerweile erreichen sie viele Kooperationsanfragen von Firmen und Bastelshops. „Viele nehme ich nicht an, nur das was zu unserem Blog passt und ich wirklich gut finde. Ich mache das hauptsächlich, um anderen Familien eine schöne Zeit zu bescheren“, sagt die 32-Jährige, die jede freie Minute, die sie nicht selbst mit der Familie verbringt, in den digitalen Austausch mit Gleichgesinnten steckt und an neuen Ideen arbeitet.

Aktuell arbeitet sie an einem Wichteltür-Adventskalender: „Das ist eine zauberhafte und magische Weihnachtstradition, die ursprünglich aus Skandinavien kommt. Ein Wichtel zieht über die Adventszeit ins Haus ein. Er darf aber nicht gesehen werden, da er sonst seine magischen Kräfte verliert. Daher kommuniziert er nur über Briefe mit den Kindern, stellt ihnen Aufgaben und hinterlässt Geschenke.“ An der Fußleiste können Eltern im Mini-Format eine Wichtel-Tür anbringen. „Das versüßt den Kindern nicht nur die Adventszeit, sondern beschert auch schöne Stunden innerhalb der Familie“, sagt Sarah Arabatzis.

Und das ist letztlich das, worauf es im Leben ankommt: Schön Erinnerungen und Momente mit den Liebsten.

Bastel-Anleitung: Schneemänner aus Eisstielen

Sarah Arabatzis hat unter anderem auch ein Winterbastelprojekt für Kinder mit Anleitung entworfen. „Ich passe mich immer der Jahreszeit an“, sagt die Hagenerin. Gebastelt wird gemeinsam ein „Schneemann aus Eisstielen“.

1. Material pro Schneemann: 7 Eisstiele, 2 bunte Pfeifenputzer, schwarze und weiße Farbe, Wackelaugen und orangenes Papier (alternativ aufmalen).

2. Und so geht’s: Die Eisstiele werden zunächst mit weißer Farbe und ein Eisstiel mit schwarzer Farbe angemalt. Sobald die Farbe getrocknet ist, werden die weißen Eisstiele nebeneinander gelegt und der schwarze Eisstiel als Hut waagerecht über die weißen Eisstiele geklebt. Die Eisstiele oberhalb des schwarzen Eisstiels, werden nun als Hut schwarz angemalt.

3. Anschließend werden zwei Pfeifenputzer als Schal um den Schneemann gewickelt. Aus orangenem Papier wird eine Nase ausgeschnitten und die Wackelaugen werden aufgeklebt. Alternativ können Augen und Nase auch aufgemalt werden. Zum Schluss werden noch der Mund und die Knöpfe aufgemalt – und fertig ist der Schneemann.

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