Nacht der Industriekultur

Hagen nach fünf Jahren bei „Extraschicht“ wieder dabei

Warten auf den Startschuss zur Extraschicht 2018 (von links): Michael Dahm (Elbershallen), Astrid Jakobs (Kulturbüro), Johanna Kuhlmann (Ruhr Tourismus), Christian Isenbeck (Elbershallen) sowie Kulturdezernentin Margarita Kaufmann.

Foto: Michael Kleinrensing

Warten auf den Startschuss zur Extraschicht 2018 (von links): Michael Dahm (Elbershallen), Astrid Jakobs (Kulturbüro), Johanna Kuhlmann (Ruhr Tourismus), Christian Isenbeck (Elbershallen) sowie Kulturdezernentin Margarita Kaufmann. Foto: Michael Kleinrensing

Hagen-Mitte.   Auf dem Elbersgelände findet am Samstag, 30. Juni, die Großveranstaltung „Extraschicht“ statt. Es gibt Führungen und Live-Musik.

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Fünf Jahre fand ­„Extraschicht – Die Nacht der Indus­triekultur“ ohne Hagener Beteiligung statt. Diesmal ist unsere Stadt wieder dabei. Die Betreiber der Elbershallen (Hagenpeg) laden am Samstag, 30.Juni, von 17.30 Uhr bis tief in die Nacht auf ihr 45 000 Quadratmeter großes Areal ein. Doch die „Extraschicht“ bezieht sich nicht auf eine Location, sondern versteht sich mit ihren insgesamt 50 Spielorten als gigantischer Schauplatz der Industriekultur im gesamten Ruhrgebiet.

Randlage im Ruhrgebiet

Warum sich Hagen seit 2013 an dem Spektakel nicht beteiligt hat? Zum einen ist Hagens Randlage im Ruhrgebiet ein Problem: Die in den vergangenen Jahren gewonnenen Erfahrungen und Zahlen zeigen, dass nur wenige Leute das Angebot, per Shuttlebus von Stätte zu Stätte oder von Stadt zu Stadt zu fahren, genutzt haben.

Außerdem gestaltete sich die Sponsorenfindung schwierig und auf dem Elbersgelände herrschte Baustellensituation.

Doch in diesem Jahr will Hagen wieder mitspielen. „Das Gelände ist komplett nutzbar und wir haben einige Unterstützer gefunden“, sagt Elbershallen-Mit-Geschäftsführer Christian Isenbeck. So habe man in den letzten Monaten mehr als 20 000 Euro Sponsorengelder akquirieren können. Auch das städtische Kulturbüro bringt sich ein. „Wir haben zum Beispiel Genehmigungen für die Veranstaltung eingeholt und wir betreuen am 30. Juni auch die Tageskasse“, erläutert Astrid Jakobs vom Kulturbüro.

150 Shuttlebusse

Ab 17 Uhr werden am Stand vor dem Steakhaus Hohoff’s die Extraschicht-Bändchen, die zum Eintritt aller beteiligter Stätten und zur Benutzung der 150 Shuttlebusse berechtigen sowie freie Fahrt im Nahverkehrsnetz des VRR und VRL gewähren, ausgegeben.

Am Stand wird auch ein Spielortticket für 12 Euro verkauft. Die Resonanz darauf wird wohl allerdings mager ausfallen, da das Elbers-Areal ein frei zugängliches Gelände ist.

Drei Bühnen für Live-Musik

Zwei Führungen (19.30 Uhr und 20.30 Uhr) über das stimmig illuminierte Betriebsgelände der ehemaligen Textilfabrik Elbers werden angeboten, außerdem drei Bühnen für Live-Musik zwischen den historischen Backsteingebäuden aufgebaut.

Die Band „Helden der Heimat“ lädt ab 21 Uhr zur Neue-Deutsche-Welle-Party ein, es gibt Jonglage- und Poledance-Einlagen.

„Einen schöneren Ort für solch eine Veranstaltung gibt es in Hagen nicht“, urteilt Kulturdezernentin Margarita Kaufmann.

Ab mittags „Sing – Day of Song“

Übrigens: Erstmals wird parallel zur „Extraschicht“ die NRW-weite Veranstaltung „Sing – Day of Song“ mit zahlreichen (Amateur-)Sängern angeboten. Das Event startet um 14.30 Uhr und geht nahtlos in die Extraschicht-Abendveranstaltung über. „Wir erwarten an diesem Tag mindestens 5000 Besucher“, zeigt sich Christian Isenbeck optimistisch.

>>>HINTERGRUND

  • Die Extraschicht 2018 findet an 50 Spielorten in 22 Städten statt. 2000 Künstler machen bei den 500 Events mit. Neben Hagen sind u.a. Dortmund, Bochum, Witten und Unna dabei.
  • Tickets kosten im Vorverkauf (bis 29. Juni) 17 Euro, ermäßigt 14 Euro, mit Ruhr-Top-Card 8,50 Euro. An der Tageskasse zahlt man 20 Euro. Nähere Infos unter www.extraschicht.de

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