Bauprojekt

Hagen: Neue Mehrzweckhalle könnte schon 2022 kommen

So soll die neue Mehrzweckhalle aussehen, die Investor Detlef Spruth, Vorsitzender von Eintracht Hagen, am Ischeland bauen will.

So soll die neue Mehrzweckhalle aussehen, die Investor Detlef Spruth, Vorsitzender von Eintracht Hagen, am Ischeland bauen will.

Foto: ARCHIprocess GmbH

Hagen.  Der Bau einer neuen Mehrzweckhalle mit Platz für bis zu 5000 Fans rückt in greifbare Nähe. Ein Investor will die Arena in Hagen bauen.

Die Mehrzweckhalle für Hagen nimmt plötzlich doch sehr konkrete Formen an. Entstehen soll sie auf dem Sportplatz vor der Krollmann-Arena am Ischeland. Investor ist Detlef Spruth, Vorsitzender des Handball-Drittligisten Eintracht Hagen . Die Halle soll dann Bestandteil des Vermögens einer Stiftung werden, die seine Frau und er zur Förderung des Sports in Hagen bereits vor einigen Jahren gegründet haben. Die neue Halle soll in einer ersten Ausbaustufe 3100 Zuschauer fassen, dann aber auf 5000 Plätze erweitert werden.

Mit einer entsprechenden Vorlage tritt die Planungsverwaltung jetzt an die Politik heran. Ziel ist es, für das Großprojekt eine möglichst breite Zustimmung zu bekommen. In einem nächsten Schritt geht es dann darum, einen Bebauungsplan aufzustellen. Die Stadt selbst würde dann die benötigte Fläche an den Investor veräußern.

Bedeutender Impuls für die Stadtentwicklung in Hagen

Von einem bedeutenden Impuls für die Stadtentwicklung spricht Oberbürgermeister Erik O. Schulz , der darauf verweist, dass die Vorlage mit dem Investor abgestimmt sei und dem die Erleichterung, dass das Millionen-Projekt nun in greifbare Nähe rückt, anzumerken ist: „Diskutiert wird über dieses Projekt ja schon sehr lange. Unser Ziel ist es jetzt zunächst, ein Meinungsbild in der Politik einzuholen.“

Wesentlich sei es für die Stadt, den Sport nun an einem Ort zu bündeln, so Schulz mit Blick auf das Westfalenbad, das Stadion und weitere Sportstätten in unmittelbarer Nachbarschaft der neuen Arena. „Daneben ging es in den Gesprächen mit dem Investor auch immer wieder darum, wie sich eine Halle wirtschaftlich betreiben lässt.“ Die Idee, das Erdgeschoss an eine Supermarkt-Kette zu vermieten, habe sich nicht mit dem Einzelhandelskonzept der Stadt vertragen. Ferner habe man sicherstellen wollen, dass die Halle dauerhaft dem Spitzensport – nicht allein dem Handball – zur Verfügung stehe.

Eine Halle für Basketball und Handball

Daran besteht aber auch für Detlef Spruth, gleichwohl Handballer mit Leib und Seele und letztlich ja auch Funktionär eines Drittligisten mit Profi-Strukturen , kein Zweifel. „Wir brauchen Phoenix als zweiten wichtigen Ankermieter “, macht Spruth deutlich. „Im Grunde sind deren Probleme denen von Eintracht Hagen aber ähnlich. Die Krollmann-Arena bietet nicht die optimalen Voraussetzungen.“

Während die Basketballer bei einer Rückkehr in die erste Liga auf eine Halle mit 5000 Plätzen angewiesen sind, macht den Handballern vor allem zu schaffen, dass die Bereiche hinter den Toren und auch Teile der erst im Zuge der energetischen Hallensanierung errichteten VIP-Tribüne gar nicht zu nutzen sind. Der Grund: Man kann die Tore nicht sehen.

Spitzensport kann auch in Hagen zu einem Event werden

Hinzu kommt: „Spitzensport entwickelt sich immer mehr zu einem Event“, so Spruth. „Die meisten Besucher kommen nicht, um nur eineinhalb Stunden Handball oder Basketball zu sehen.“ Auch da biete eine neue Halle, angefangen bei einem modernen, weiträumigen Eingangsbereich, ganz neue Möglichkeiten.

Entstehen soll auch eine Halle in der Halle . Im Untergeschoss des neuen Gebäudes wird eine Trainingshalle eingErikhtet , die völlig unabhängig davon genutzt werden kann, ob in der Arena gerade ein Spiel stattfindet. Hinzu kommt eine Kletterwand, die sich über drei Etagen erstrecken soll.

Bei aller Euphorie – Detlef Spruth, der sich bereits seit viereinhalb Jahren mit der Thematik beschäftigt und ursprünglich eine Halle auf dem Westside-Areal hinter dem Bahnhof errichten wollte, sagt auch: „Noch ist nichts in trockenen Tüchern.“ Dennoch: Wenn es keinen politischen Widerspruch gibt, könnten im Optimalfall im Frühjahr 2022 die Arbeiten beginnen.

Leserkommentare (3) Kommentar schreiben