Politik in Hagen

Hagen: Platz 15 könnte Helling-Plahr nach Berlin tragen

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Die Hagener FDP-Bundestagsabgeordnete Katrin Helling-Plahr möchte nach der Bundestagswahl erneut in das Berliner Parlament einziehen.

Die Hagener FDP-Bundestagsabgeordnete Katrin Helling-Plahr möchte nach der Bundestagswahl erneut in das Berliner Parlament einziehen.

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Hagen.  Ein gutes Ergebnis erzielt die Hagener Bundestagsabgeordnete Katrin Helling-Plahr beim FDP-Parteitag. Sie will wieder nach Berlin.

Die Hagener FDP-Bundestagsabgeordnete Katrin Helling-Plahr ist am Wochenende durch die NRW-Landeswahlversammlung auf Listenplatz 15 gewählt worden. Die liberale Fachanwältin für Medizinrecht, die inzwischen auch Mutter von zwei Söhnen ist, erhielt 90,1 Prozent der Stimmen und erzielte somit das drittbeste Ergebnis auf dem vorderen Plätzen. Lediglich FDP-Chef Christian Lindner und Alexander Graf Lambsdorff schnitten noch erfolgreicher ab.

„Ich freue mich darauf, mit diesem Rückenwind in den Wahlkampf zu ziehen. Ich glaube, dass unser Land eine bessere Politik verdient hat“, so die Juristin. Zurzeit gehören dem Bundestag 20 FDP-Abgeordnete aus NRW an. In aktuellen Umfragen liegen die Liberalen momentan bei 9 bis 10 Prozent. Damit hätte Helling-Plahr nach ihrer Premieren-Legislaturperiode äußerst realistische Chancen, auch dem nächsten Bundestag wieder anzugehören.

Expertin für Ethik-Fragen

Ihre erneute Kandidatur steht bislang unter der Überschrift „Zukunft braucht Mut!“ Dabei macht sie in ihrer Bewerbung deutlich, dass sie seit vier Jahren von der Oppositionsbank aus für Selbstbestimmung in allen Lebenslagen streite: „Ich stehe für eine moderne, zukunftsorientierte und vor allem mutige Politik gerade in ethischen Fragen“, betont die 34-Jährige, die bislang für die FDP im Gesundheitsausschuss sowie im Ausschuss für Recht- und Verbraucherschutz des Bundestages sitzt.

In ihrer Vorstellungsrede kritisierte Helling-Plahr insbesondere die Corona-Politik der Bundesregierung: „Wir lassen uns durch Zauderhaftigkeit und Bedenken im internationalen Vergleich abhängen. Erst bei der Maskenpflicht, dem Impfstoff und nun bei den Schnelltests. Immer zeigen uns andere wie es geht, immer hinken wir hinterher.“ Die Bundesregierung, so die Abgeordnete weiter, drehe sich immer erst etliche Male um sich selbst, bis sie etwas umgesetzt bekomme. Mit dem Glauben an Wissenschaft und Fortschritt gelte es stattdessen, entschlossen gegen die Pandemie vorzugehen. „Aufgabe in der nächsten Wahlperiode wird es dann aber auch sein, die Vorgänge und Entscheidungen des vergangenen Jahres aufzuarbeiten“, so die Liberale. Gerade in diesem Bereich wolle sie sich als Rechts- und Gesundheitspolitikerin einbringen.

Besser Hilfe für Heimatstadt

Mit Blick auf die desolate Haushaltslage Hagens und anderer Kommunen im Wahlkreis fordert die Abgeordnete endlich eine Perspektive. „Die leeren Versprechungen des Olaf Scholz führen da nicht weiter. Bei einer Regierungsbeteiligung der FDP werde ich mich für eine nachhaltige Lösung einsetzen“, so Helling-Plahr abschließend.

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