Corona

Hagen prüft Maskenpflicht in der Fußgängerzone

Wird vielleicht auch demnächst in Hagen Wirklichkeit: Maskenpflicht in der Fußgängerzone.

Wird vielleicht auch demnächst in Hagen Wirklichkeit: Maskenpflicht in der Fußgängerzone.

Foto: Peter Kneffel / dpa

Hagen.  Aufgrund des rasanten Anstiegs der Corona-Zahlen berät der Hagener Krisenstab über weitere Vorsichtsmaßnahmen wie Maskenpflicht in der Innenstadt,

Die Entwicklung der Corona-Zahlen kennt in Hagen zurzeit nur eine Tendenz: rasanter Anstieg. 38 positiv getestete Fälle sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden registriert worden, so dass die Zahl der zeitgleich Infizierten erstmals über die 200er-Schwelle auf exakt 203 Betroffene stieg. Der Inzidenzwert in Hagen, also die Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage, steuert mit 87,4 kontinuierlich auf die 100er-Marke anderer Hochrisikostädte in der Region wie Wuppertal, Solingen, Herne oder auch Gelsenkirchen zu.

Vor diesem Hintergrund haben die Hagener Krankenhäuser in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt jetzt entschieden, dass ab Montag, 26. Oktober, bis auf Weiteres in allen Häusern keine Besuche mehr möglich sind. https://www.wp.de/staedte/hagen/corona-in-hagen-besuchsverbot-in-den-krankenhaeusern-id230734784.html

Nur noch in Ausnahmefällen können in Absprache mit der jeweiligen Station Patientenbesuche stattfinden.

Darüber hinaus wird der Hagener Krisenstab am morgigen Freitag, 23. Oktober, darüber beraten, ob es innerhalb des Hagener Innenstadtrings künftig auch eine Maskenpflicht auf offener­ Straße geben wird. „Vor dem Hintergrund des sich auch in unserer Stadt rasant weiterentwickelnden Infektionsgeschehens kann eine solche Maßnahme nicht mehr ausgeschlossen werden“, betont Oberbürgermeister Erik O. Schulz, der zugleich den Krisenstab leitet. „Ich möchte für die zu treffende Entscheidung insbesondere die fachliche Expertise des Gesundheitsamtes heranziehen.“

Ordnungsamt mit starken Kräften

Parallel dazu versucht die Stadt Hagen auch den ordnungsbehördlichen Druck in Hagen hoch zu halten. „Durch interne Umstrukturierungen ist die Zahl der dafür eingesetzten Kollegen bereits mehr als verdreifacht worden. Am Freitag, Samstag und Sonntag werden beispielsweise jeweils mehr als 30 Mitarbeiter des Ordnungsamtes unter anderem die Einhaltung der Maskenpflicht sowie der 23 Uhr-Sperrstunde im Stadtgebiet kontrollieren“, versichert Schulz. „Wir stehen zudem im engen Austausch mit der Polizei; im Falle eines Amtshilfeersuchens unsererseits ist eine entsprechende Unterstützung zugesichert.“

Baldiges Weihnachtsmarktvotum

Noch keine abschließende Meinung hat der OB, ob er denn in drei Wochen den Hagener Weihnachtsmarkt eröffnen möchte: „Das kann ich im Moment weder mit einem „Ja“ noch mit einem „Nein“ beantworten. Unsere Innenstadt ohne unseren traditionsreichen Weihnachtsmarkt kann und will ich mir in der Vorweihnachtszeit einfach nicht vorstellen. Es gehört aber auch zur Wahrheit, dass wir unsere Augen weder vor immer höheren Infektionszahlen, noch vor den zunehmend restriktiver werdenden Verordnungen des Landes verschließen dürfen“, meint Schulz. https://www.wp.de/staedte/hagen/weihnachtsmarkt-start-sorgt-in-hagen-fuer-diskussionen-id230690634.html

„Auch beim Thema Weihnachtsmarkt werden wir im Krisenstab eine in jeder Hinsicht gut abzuwägende Entscheidung zu treffen haben­ – und zwar sehr bald…“

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