Baustelle

Hagen: Sechs Kilometer Umweg trotz fertiger Straße

Baustelle an der Volmarsteiner Straße: Die Bewohner von Gut Schönfeld in Vorhalle fühlen sich durch die Einbahnstraßenregelung angehängt.

Baustelle an der Volmarsteiner Straße: Die Bewohner von Gut Schönfeld in Vorhalle fühlen sich durch die Einbahnstraßenregelung angehängt.

Foto: Michael Koch / WP Michael Koch

Hagen-Vorhalle.  Die Bewohner von Gut Schönfeld können die Verkehrsführung an der Baustelle Volmarsteiner Straße nicht nachvollziehen. Doch dann kommt die Lösung.

Der Ärger bei den Anwohnern war große, aber dann ging es auf einmal ganz schnell.

Am Dienstagnachmittag sind die Einbahnstraßen- und Einfahrt-Verboten-Schilder entfernt worden, die die Anwohner von Gut Schönfeld in Vorhalle in den vergangenen Tagen mächtig geärgert haben. Denn die Bewohner in den acht Häusern etwas abseits der Volmar­steiner Straße fühlten sich völlig abgehängt durch die Baustelle, mit der die vielbefahrene Landesstraße 226 zwischen Hagen und Wetter derzeit saniert wird.

Für eine kurze Fahrt in den wenige Hundert Meter entfernten Vorhaller Ortskern mussten sie einen etwa sechs Kilometer langen Umweg über Wetter und die Obergrabenbrücke in Kauf nehmen. Was während der eigentlichen Bauzeit noch zähneknirschend hingenommen wurde, war für die Anwohner aber spätestens seit vergangenen Donnerstag nicht mehr nachvollziehbar. „Da sind die Asphaltierarbeiten abgeschlossen worden“, empört sich Anwohnerin Karin Marchet, die ein Haus mit mehreren Mietern in der Straße Gut Schönfeld besitzt. „Die breite Straße ist komplett frei. Und trotzdem müssen wir weiter diesen riesigen Umweg fahren.“

Straßen.NRW: Asphalt muss erst aushärten

Für die Anwohner ärgerlich, für den Landesbetrieb Straßen.NRW allerdings folgerichtig. „Die Straße ist zwar fertig gestellt worden, aber der Asphalt muss erst völlig aushärten, damit er belastbar ist“, so Sprecher Andreas Berg. „Deshalb haben wir auch die Einbahnstraßenregelung in Richtung Wetter weiter aufrecht erhalten.“

Am Mittag ging er noch davon aus, dass dieser Zustand auch noch einige Tage andauern würde, bis die Fahrbahnmarkierung aufgetragen ist. Doch am Nachmittag wurden die Einbahnstraßenschilder dann doch entfernt. Die Straße kann jetzt wieder in beide Richtungen befahren werden. „Allerdings nur für Anlieger“, wie Andreas Berg betont. Für den Durchgangsverkehr gelte weiter die Umleitung über die Obergrabenbrücke und Wetter.

Karin Marchet freut sich, dass es jetzt doch schnell zu einer Lösung gekommen ist: „Das waren unsinnige Umwege.“ Die Baustelle insgesamt ist aber noch lange nicht zu Ende. Im Moment laufen auf Wetteraner Gebiet Kanalarbeiten, danach wird auch dort die Fahrbahndecke der L 226 saniert. Bis Ende des Jahres will man fertig sein.

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