Ankommen in Hagen

Hagen: Ukrainerin Iryna erlebt unvergessliche Urlaubstage

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Iryna Hornieva ist aus der Ukraine geflüchtet und schreibt für die WP einen Blog.

Iryna Hornieva ist aus der Ukraine geflüchtet und schreibt für die WP einen Blog.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hohenlimburg.  Die ukrainische Journalistin Iryna Hornieva schreibt über ihren ersten Urlaub in Deutschland. Sie lenkten ab von all dem Schrecken des Krieges.

Freiwillig haben die Frauen und Kinder aus der Ukraine ihre Heimat nicht verlassen. Aber sie kommen an in Hohenlimburg. Und sie entdecken Deutschland. Eine Gelegenheit, die viele kaum glauben konnten, bot sich jetzt: der erste Urlaub in Deutschland.

Vertreter des Rotary Clubs gaben ukrainischen Frauen eine solche Möglichkeit. Fünf Tage Vollpension in der Jugendherberge in Waldbröl für 24 Frauen und Kinder wurden durch den Club bezahlt.

Jugendherberge hat viel zu bieten

Die Jugendherberge hatte einiges zu bieten: Kaninchen, die auf dem Gelände herumliefen. Wunderbare Ferkel, die abends grunzten. Niedliche Schafe und Ziegen, die einem aus der Hand fraßen. Dazu ein Turm, von dem aus man den Kölner Dom sehen konnte sowie einen Baumwipfelpfad.

Und eigentlich war diese Reise eine Reise um die Welt. Wir lebten zum Teil in Häusern, die afrikanischen Hütten nachempfunden waren. Mehrere ukrainische Familien ließen sich in den futuristischen Jurten der asiatischen Zone nieder. Und natürlich besuchten wir uns gegenseitig. Um zusammen im Kreis zu sitzen oder die Sterne durch transparente Luken in den Dächern der Zelte zu betrachten.

Nur fünf Tage – aber ein unvergessliches Erlebnis

„Diese fünf Tage brachten mich, wenn auch nur kurz, in meine Heimat zurück. Wir haben die gleichen Landschaften, aber uns fehlte natürlich ein Fluss in der Nähe“, sagt die Ukrainerin Daria aus Saporischschja. „Diese Reise erinnerte mich an meine Jugendjahre, als ich mit einer Turnschule in verschiedene Städte reiste. Alles ist so sorglos“, sagt jetzt Choreographin und Regisseurin Julia aus Kiew.

Ich persönlich habe mich gefreut, zu sehen, wie unsere Kinder zusammen auf dem Volleyballfeld spielen – fast wie in der Ukraine. Sie waren an der frischen Luft: Sie bestiegen einen Turm, erkundeten Wälder. Und ich selbst habe mit meinen Freundinnen bei Gesprächen fast bis zum Morgengrauen zusammengesessen.

Für diese Tage sind wir aufrichtig dankbar. Wir werden sie lange nicht vergessen. Sie haben uns ein wenig abgelenkt von all dem Schrecken des Krieges in unserer Heimat.

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