Kommentar

Hagen und der Umweltschutz: Nur Konzepte ohne Wirkung

Lokalredakteur Mike Fiebig

Lokalredakteur Mike Fiebig

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Nach dem Auftritt der Friday-for-Future-Bewegung im Hagener Ratssaal herrscht Ernüchterung bei Kommentator Mike Fiebig

Mein persönlicher Eindruck vom Event „Klimakämpfer treffen Verwaltung und Politik“? Es war Entlarvung pur. Während die Verwaltung erklären wollte, was in Hagen schon alles auf den Weg gebracht wurde, wurde mehr und mehr klar, dass diese Stadt sich von einem effektfreien Konzept zum anderen hangelt und so gut wie nichts bewirkt. Zumindest, wenn die Prüfkategorien Umwelt- und Klimaschutz heißen.


Dass man sich tatsächlich noch damit rühmen wollte, dass man ja jetzt einen Mitarbeiter eingestellt habe, der das Fördermittelmanagement steuern solle, wirkte zusätzlich wie ein Witz. Der neue Baudezernent Henning Keune erklärte nüchtern, dass dieses Feld in vergleichbaren Städten sechs, sieben oder acht Mitarbeiter beackern würden – mindestens. Dass die Politik parteiübergreifend das 365-Euro-Ticket für Hagen an den Start bringen will, könnte man als erste Linderung interpretieren. Umweltausschuss-Vorsitzender Hans-Georg Panzer zog das Pflaster aber gleich wieder ab. Auf den Ansturm an Kunden ist das schlechte Busnetz in Hagen nämlich gar nicht vorbereitet. Klasse. Wir haben viel gemacht und gedacht in Hagen. Aber nichts richtig und kaum etwas zu Ende. Zum Glück rächt es sich jetzt, da vielleicht noch Zeit bleibt, die Wende zu schaffen.

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