Unfall

Hagen: Von Handy abgelenkt? Fahrer fährt Neuwagen zu Schrott

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Symbolbild. Der Autofahrer wurde bei dem Unfall nicht verletzt, das Auto war nur noch Schrott.

Symbolbild. Der Autofahrer wurde bei dem Unfall nicht verletzt, das Auto war nur noch Schrott.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Hagen.  Bei einem Unfall ist am Freitagabend in Hagen ein Auto gegen einen Lkw geprallt. Die Polizei prüft, ob der Fahrer womöglich abgelenkt war.

War es ein Blick auf die Uhr oder doch eher aufs Handy? Ein 38-jähriger Autofahrer ist am Freitagabend in Hagen mit seinem erst vier Wochen alten Firmenwagen gegen einen Lastwagen geprallt. Das ist nach Polizeiangaben Schrott, der Fahrer kam vorsorglich zur Untersuchung in ein Krankenhaus, erwies sich aber als unverletzt.

Der VW Tiguan war gegen 20.25 Uhr von einer Tankstelle auf die Overbergstraße aufgefahren und bog danach auf dei Hagener Straße ab. Dabei kam der VW laut Zeugen plötzlich nach rechts von der Straße ab und prallte gegen einen geparkten Lastwagen, berichtete die Polizei am Samstag.

Unfall in Hagen: Autofahrer will kurz auf die Uhr geschaut haben

Der VW wurde durch die Wucht des Aufpralls auf der gesamten Beifahrerseite unter dem Lastwagen eingeklemmt, heißt es im Polizeibericht: „Glücklicherweise saß niemand sonst im Auto“, teilte die Polizei mit.

Laut Polizei sei der Fahrer leicht alkoholisiert gewesen, ein Atemalkoholtest kam auf 0,4 Promille. Mit einer Blutprobe sei das Ergebnis später überprüft wurden. Der Fahrer gab laut Polizei an, er habe kurz auf die Uhr geschaut, als es zum Unfall kam. Laut Polizei könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass der Fahrer womöglich verbotenerweise während der Fahrt sein Handy nutzte. Das Mobiltelefon sei sichergestellt worden, berichtete die Polizei.

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Der VW sei nur noch Schrott, berichtete die Polizei. Der Sachschaden alleine an diesem Auto wird auf 45.000 Euro geschätzt. Zum Schaden am Lastwagen gab es am Samstag noch keine Einschätzungen der Polizei.

>> Hintergrund:

Nicht nur das Telefonieren mit dem Handy am Ohr ist verboten. Auch viele andere Funktionen von Mobil- oder Autotelefonen darf man als Fahrer nicht verwenden, wenn man ein Fahrzeug steuert, erklärt der ADAC: „Auch das Ablehnen von Anrufen oder Ablesen der Uhrzeit ist verboten, wenn dazu das Handy in die Hand genommen werden muss.“ Das Verbot gilt auch für Fahrradfahrer. Bußgelder reichen von 55 Euro (beim Radfahren erwischt) bis 200 Euro (Unfall mit Sachschaden wegen Handynutzung). Im letzteren Fall drohen auch ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in der Verkehrssünderkartei in Flensburg, sagt der ADAC. Auch wenn man das Handy beim Fahren nur in der Hand hält, muss man mit einem Bußgeld rechnen.

(dae)

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