Gastronomie

Hagen: Was aus der Kneipe „Anno 1911“ am Buschey wird

Wollen im Oktober die „Gap-Bar“, eine Mischung aus Kneipe, Club und Pub, am Buschey eröffnen: die Brüder Jan Osthoff (30, links im Bild) und Niklas Osthoff (26).

Wollen im Oktober die „Gap-Bar“, eine Mischung aus Kneipe, Club und Pub, am Buschey eröffnen: die Brüder Jan Osthoff (30, links im Bild) und Niklas Osthoff (26).

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Wehringhausen.  Die Kneipe „Anno 1911“ ist Geschichte. Die Brüder Jan und Niklas Osthoff wollen dort im Oktober die „Gap-Bar“ eröffnen.

Jan und Niklas Osthoff wollen eine Lücke schließen, die ihrer Ansicht nach in Hagen immer­ größer wird. Die Brüder spielen mit besagter Lücke auf das Fehlen von gemütlichen Kneipen mit stylishem Touch, von Stätten, in denen sich jüngere und ältere Gäste bei Getränken und Musik bis in den frühen Morgen treffen können, an.

Wie das Konzept der gebürtigen Hasper zur Beseitigung des „Gastro­-Missstandes“ aussieht? Jan und Niklas Osthoff krempeln die derzeit leerstehende Eck-Kneipe „Anno 1911“ um und eröffnen im Oktober in den Räumlichkeiten an der Buscheystraße 72 die „Gap-Bar“. Den Namen haben die Brüder nicht ohne Grund gewählt, bedeutet Gap doch ins Deutsche übersetzt Lücke.

Neue Eigentümer seit März

Rückblick: Etliche Jahre hat Birgit­ Kaschubesky die Kneipe „Anno­ 1911“ betrieben, dann schaute sich die Wirtin nach Interessenten um, die den Gastrobetrieb übernehmen wollten. „Wir sind seit März die neuen Eigentümer“, teilen die Osthoff-Brüder mit. Mitte März habe das „Anno 1911“ (unabhängig von der Corona-Krise) geschlossen, seitdem würden sie die Kneipe renovieren. https://www.wp.de/staedte/hagen/hagen-restaurant-novy-s-serviert-jetzt-in-gewaechshaeusern-id229104743.html

Vieles hätte sie beim „Anno 1911“ sofort angesprochen, würde einfach zu ihnen passen, sagt Niklas Osthoff (26) und liefert Beispiele: „Wir sind nicht nur Pächter, sondern Eigentümer der Räumlichkeiten im Erdgeschoss. Die Kneipe hat eine lange Geschichte, und sie hatte immer einen besonderen Charme. Sie war nie runtergekommen und hatte nie einen schlechten Ruf.“

Jan Osthoff (30) ergänzt: „Durch die kleinen Nischen­ ist die Kneipe echt gemütlich und hat regelrecht Bar-Flair.“ https://www.wp.de/staedte/hagen/hagen-viele-gastronomen-haben-angst-vor-der-pleite-id229291732.html

Der dominante, dunkle Tresen, die Geländer und Bänke bleiben erhalten und werden aufgearbeitet. „Wir haben ein modernes Lichtkonzept erarbeitet und werden in die Einrichtung Industriedesign einfließen­ lassen“, erklärt Jan Osthoff, der sich in der Gastro-Szene auskennt. Als Jugendlicher hat der gelernte Mediengestalter in etlichen Hagener Kneipen gejobbt und später in der Großdisco „Funpark“ sowie in Clubs in der Region als DJ gearbeitet. Niklas Osthoff ist als Industriemechaniker­ tätig; auch er hat früher im „Funpark“ gejobbt - als Light-Jockey.

Eröffnung für Oktober geplant

Die Neu-Eigentümer sehen in der künftigen „Gap-Bar“ einen Mix aus Kneipe, Bar, Club und Pub. Musik soll eine wichtige Rolle in dem neuen Gastro-Treff spielen. House-Classics, ältere Hip-Hop-Stücke und bekannte, doch keinesfalls „ausgenudelte“ Songs werden aufgelegt.

Die Eröffnung ist für Oktober geplant, am Anfang mit nur zwei Öffnungstagen. „Freitags sprechen wir Gäste ab 40, samstags auch jüngere Leute an“, so die Brüder, die beide hinter dem Tresen stehen werden. Von 18 Uhr bis weit nach Mitternacht soll die „Gap-Bar“ geöffnet haben, „verbindlich bis 4 Uhr morgens. Wir versprechen, dass man bei uns gepflegt versacken kann“, betonen Jan und Niklas Osthoff.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben