Verkehr in Hagen

Hagen: Weitere Verkehrsbeschränkungen am Emilienplatz

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Die Sperrung der Linksabbiegerspur am Emilienplatz soll nicht die einzige Einschränkung an Hagens größter Kreuzung bleiben.

Die Sperrung der Linksabbiegerspur am Emilienplatz soll nicht die einzige Einschränkung an Hagens größter Kreuzung bleiben.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen-Mitte  Der Verkehrsfluss an der Großkreuzung Emilienplatz wird weiter eingeschränkt: Künftig wird das Linksabbiegen in die Badstraße verboten.

Der Verkehrsfluss am Hagener Emilienplatz, weiterhin der größte Verkehrsknotenpunkt in der Innenstadt, wird weiter eingeschränkt. Darauf hat sich die städtische Verkehrsbehörde bereits Ende Oktober mit der Bezirksregierung in Arnsberg verständigt, allerdings bis heute noch nicht die Politik informiert.

Hintergrund der geplanten Maßnahmen ist die Einhaltung der Stickstoffdioxid-Grenzwerte sowohl in der Finanzamtsschlucht als auch am Hagener Hauptbahnhof. Hier besteht bei der Umweltverwaltung die Sorge, dass die Grenzwerte in den Jahren 2021 und 2022 nicht mehr eingehalten werden können und somit der Hagener City doch noch ein Dieselfahrverbot blüht. Zu den konkreten Details der Vereinbarung mit der Kommunalaufsicht lehnt der verantwortliche Dezernent Henning Keune zum jetzigen Zeitpunkt auf Anfrage jegliche Stellungnahme ab.

Komplette Spur-Sperrung soll vermieden werden

Nach Informationen der Stadtredaktion soll künftig für Fahrzeuge, die aus der Finanzamtsschlucht kommen, das Linksabbiegen in die Badstraße verboten werden. Lediglich Anlieger und Kunden des Volme-Galerie-Parkhauses sollen hier noch passieren dürfen. Dadurch soll zum einen der „Stop-and-go“-Verkehr vor dem Abzweig auf dem Ring entzerrt und vor allem die ursprünglich vorgesehene Sperrung einer kompletten Fahrspur zwischen Rathausstraße und Emilienplatz vermieden werden. Diese drastische Maßnahme war ursprünglich in dem gerichtlichen Vergleich mit der Deutschen Umwelthilfe verabredet worden, um in der Finanzamtsschlucht die seit über einem Jahrzehnt geforderten EU-Grenzwerte einhalten zu können.

Allerdings befürchtet die Stadt, dass sich beim Einziehen einer gesamten Ring-Spur ein Rückstau bis weit über die Marktbrücken-Baustelle hinaus entwickelt. Außerdem beobachtet die Stadt, dass noch immer viele Autofahrer versuchen, sich auf dem Weg nach Wehringhausen oder Haspe durch das Bahnhofsviertel zu schlängeln anstatt die neue Bahnhofshinterfahrung zu nutzen. Diese Schleichverkehre sollen durch die neue Anlieger-Regelung ebenfalls verhindert werden.

Grünzeiten für Linksabbieger werden eingefroren

Die Zufahrt in die Badstraße aus Richtung Kegelcasino (Rechtsabbieger) oder auch aus der Heinitzstraße (geradeaus) wird durch die geplante Maßnahme nicht beeinträchtigt. Vor allem die letztere Variante wird häufig von Autofahrern genutzt, die den Stau der Linksabbieger in der einzig verbliebenen Spur in Richtung Finanzamt vermeiden wollen. Diese fahren am Emilienplatz gerne geradeaus, um im nachfolgenden Kreisverkehr zu wenden und dann als Rechtsabbieger an der Großkreuzung auf den Märkischen Ring einfahren zu können.

Parallel zu der künftigen Anliegerregelung soll obendrein auch noch die Grünzeit am Linksabbieger an der Heinitzstraße in Richtung Finanzamt reduziert werden. Bislang wird dort die Ampelphase verkehrsabhängig, also bedarfsgemäß, geschaltet. Künftig wird es hier lediglich noch fixe Intervalle geben, so dass selbst in Stoßzeiten hier keine Extra-Sekunden mehr gewährt werden. Wann diese einzelnen Schritte konkret umgesetzt werden, ist noch offen – auch zu diesem Punkt schweigt zurzeit das Rathaus.

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