Justiz

Hagener (24) soll Chauffeur der Taxi-Räuber sein

Ein 24-Jähriger aus Hagen musste sich am Dienstag vor Gericht verantworten.

Ein 24-Jähriger aus Hagen musste sich am Dienstag vor Gericht verantworten.

Foto: Alex Talash

Hagen.  Ein 24-Jähriger aus Boele soll die Tankstellen-Räuber im Fluchtauto vom Tatort weggeschafft haben. Jetzt musste er sich vor Gericht verantworten.

Sie wurden von der Polizei gejagt, ein Spezialeinsatzkommando (SEK) hat schließlich zugegriffen: Die Mitglieder einer Räuber-Bande, die mehrfach Tankstellen im Ennepe-Ruhr-Kreis (Gevelsberg, Schwelm, Sprockhövel) und in Dortmund überfallen hatte.

Mittäter vor Gericht

Der Hauptangeklagte (25), der mit Waffe und Hammer bewaffnet die Tankstellen-Kassiererinnen einschüchterte, ist bereits Ende Januar wegen schweren Raubes und schwerer räuberischer Erpressung für achteinhalb Jahre hinter Gitter geschickt worden. Gestern mussten die mutmaßlichen Mittäter, die im Fluchtauto vor den Tankstellen gewartet und die Räuber vom Tatort weggeschafft haben sollen, vor der 6. Großen Strafkammer des Landgerichts als Angeklagte erscheinen.

Hagener ist gerichtsbekannt

Unter ihnen ein gebürtiger Kosovare (24), der inzwischen in Boele lebt und trotz seiner jungen Jahre schon eine kriminelle Karriere vorweisen kann: Zuletzt wurde er vom Landgericht wegen mehrerer Geldautomaten-Sprengungen zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren Haft verurteilt.

Und das Schöffengericht befand ihn der Zwangsprostitution für schuldig und verhängte weitere zwei Jahre und drei Monaten Gefängnis. Beide Urteile sind noch nicht rechtskräftig, die Berufung gegen das letztgenannte Urteil platzte, weil sich der Angeklagte aufgrund von Brechdurchfall verhandlungsunfähig schreiben ließ.

Auch das Verfahren gestern ist vorerst geplatzt. Weil der Hauptzeuge derzeit noch die Aussage verweigern darf. Verteidiger Ralph Giebeler glaubt ohnehin, dass sein Mandant aus Boele unschuldig ist.

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