Kulturaustausch

Hagener Abiturienten Niklas und Nils bauen Fußballbrücken

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Nils Kuhlmann (links) und Niklas Fischer (rechts) reisen nach Russland, um als junge Botschafter die Stadt Hagen zu vertreten. Begleitet werden sie von Ex-Lehrer Uli Kopitz, der das WM-Projekt mitorganisiert.

Nils Kuhlmann (links) und Niklas Fischer (rechts) reisen nach Russland, um als junge Botschafter die Stadt Hagen zu vertreten. Begleitet werden sie von Ex-Lehrer Uli Kopitz, der das WM-Projekt mitorganisiert.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Die beiden Abiturienten Niklas Fischer und Nils Kuhlmann reisen in Kürze zur Fußball-WM nach Russland – als Botschafter für Hagen.

Einen richtig guten Lauf haben derzeit Niklas Fischer und Nils Kuhlmann. Nicht nur, dass die Freunde gerade ihre Abi-Prüfungen hinter sich gebracht haben, nein, nun reisen die beiden auch nach Russland zur Fußball-Weltmeisterschaft. Nicht (ausschließlich) als Fußball-Fans, sondern als Botschafter. Als Botschafter für die Stadt Hagen, als jugendliche Vermittler zwischen den Ländern Deutschland und Russland, als Dialogförderer zwischen den Kulturen und als Multiplikatoren, die ihre gewonnenen Erfahrungen dann später hier vor Ort weitergeben sollen.

Klingt nach ordentlich Arbeit? Jein, denn das Ganze ist auf Freundschaft, Sport und Teamgeist ausgerichtet.

Begegnung von Jugendlichen Begegnung von Jugendlichen Begegnung von Jugendlichen Begegnung von Jugendlichen Begegnung von Jugendlichen

Zum Hintergrund: Die Fußball-Weltmeisterschaft, die vom 14. Juni bis 15. Juli in Russland stattfindet, soll – so der Wunsch vom u.a. Deutschen Fußballbund – auch für die Begegnung von Jugendlichen aus Russland und Deutschland genutzt werden.

Uli Kopitz, früher Lehrer an der Ricarda-Huch-Schule und leidenschaftlicher Fußballfan, hat daraufhin alles daran gesetzt, dass auch die Stadt Hagen am Projekt „Deutsch-Russische Fußballbrücken“ teilnehmen kann.

„Schließlich hat Hagen mit Smolensk ja auch seit vielen Jahren eine russische Partnerstadt“, so Kopitz. Er hörte sich um, um herauszufinden, wer für die „Mission Brücken bauen“ in Frage käme. Und wurde fündig beim Fußballverein Hagen 11.

Niklas Fischer und Nils Kuhlmann scheinen ideal für den „Job“ zu sein. Die (Noch)-Fichte-Gymnasiasten spielen bei Hagen 11 in einer Mannschaft als Mittelfeldspieler, engagieren sich seit Jahren im Verein, Nils war bereits zum Schüleraustausch in Smolensk.

„Die beiden haben an der bundesweiten Ausschreibung für den Russland-Trip teilgenommen, und beide Jungs wurden genommen“, freut sich Mentor Uli Kopitz, der für das gesamte achtköpfige NRW-Besucherteam verantwortlich zeichnet.

Deutschland gegen Schweden

Den Höhepunkt der Reise wird der Besuch des WM-Spiels Deutschland gegen Schweden in Sotschi am Samstag, 23. Juni, bilden. Umrahmt wird der Trip durch eine Straßenfußball-Tour durch Russland mit drei Turnieren – eins in St. Petersburg, eins in Rostow-am-Don und eins in Sotschi.

„An den Turnieren beteiligen sich etwa 35 Jugendliche zwischen 18 und 27 Jahren aus verschiedenen Bundesländern“, erklärt Nils Kuhlmann. Und fährt fort: „Es geht dabei weniger ums Gewinnen als um Teamgeist und Austausch.“ So würden während der Straßenfußball-Turniere nicht nur Tore, sondern auch Fair-Play-Punkte gezählt. Die Turnier-Serie ist mit „Straßenfußball für Toleranz“ betitelt.

Echte Freundschaften aufbauen

Auch Niklas Fischer zählt die Tage, bis er und sein Kumpel Nils endlich in den Flieger nach Russland steigen können.

„Natürlich versuchen wir vor Ort, Kontakte zu jungen Leuten in Clubs oder Vereinen zu knüpfen, die länger andauern als unsere zwölftägige Reise“, sagt Niklas Fischer und ergänzt: „Vielleicht gelingt es uns sogar, einen Gegenbesuch zu organisieren und mit den russischen jungen Leuten echte Freundschaften aufzubauen.“

>>>HINTERGRUND

  • Bei „Deutsch-Russische Fußballbrücken“ handelt es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen den Deutsch-Russischen Forum, dem Deutschen Fußballbund (DFB) und der Brandenburgischen Sportjugend.
  • Gefördert wird das Projekt u.a. vom Auswärtigen Amt und dem DFB.


  • 35 Jugendliche aus zehn verschiedenen Bundesländern (plus Betreuer) gehen auf Reise. Teilnehmer aus 25 Fußballvereinen sind an der Straßenfußball-Tour beteiligt.
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