Mai-Kundgebung

Hagener DGB verzichtet zum Tag der Arbeit auf externe Redner

Stefan Marx, Stadtverbandsvorsitzender des DGB, teilt sich am ersten Mai die Redner-Rolle mit dem städtischen Personalratsvorsitzenden Thomas Köhler.

Stefan Marx, Stadtverbandsvorsitzender des DGB, teilt sich am ersten Mai die Redner-Rolle mit dem städtischen Personalratsvorsitzenden Thomas Köhler.

Foto: Ingo Otto

Hagen.   Die Themen Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit sollen in diesem Jahr in Hagen im Mittelpunkt der Mai-Kundgebung stehen. Beginn ist um 11 Uhr.

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Ein externer Redner wird am kommenden Dienstag, 1. Mai, bei der Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) nicht auftauchen. „Das war in diesem Jahr eine ganz bewusste Entscheidung“, betont der DGB-Stadtverbandsvorsitzende Stefan Marx, der sich die Mikrofonrolle mit dem städtischen Personalratsvorsitzenden Thomas Köhler (Verdi) und Vertretern der Gewerkschaftsjugend teilt. Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit sind die großen Themenfelder, die in diesem Jahr im Mittelpunkt stehen sollen – diesmal also mit einer speziellen lokalen Brille.

Langzeitarbeitslose stehen am Rand

Konkret hebt Marx beim Thema Solidarität vor allem auf die Rolle der Langzeitarbeitslosen ab, die noch immer am Rande der Arbeitswelt stehen, obwohl der Markt händeringend nach Fachkräften sucht. „Wir verfestigen in Hagen einen Stamm von 10 000 Langzeitarbeitslosen, die mal in der Statistik auf- oder in irgendwelchen Maßnahmen abtauchen“, warnt er vor dem Entstehen einer Parallelgesellschaft, die auch längst auf die Kindergeneration durchschlägt.

In puncto Vielfalt verweist der örtliche DGB-Chef auf die Wirklichkeit in den Unternehmen, wo das Miteinander der Gruppen aus verschiedenen Ländern längst kollegial gelebt werde: „Die Betriebe sind der Schmelztiegel der Gesellschaft.“ Das werde auch wieder das vielfältige kulinarische und kulturelle Angebot rund um die Mai-Kundgebung zeigen.

Steuersystem ohne Schlupflöcher

Beim Thema Gerechtigkeit formuliert Marx gleich drei konkrete Forderungen: Azubi-Tickets für den ÖPNV nach dem Vorbild der Studententickets, eine gerechteres Steuersystem ohne Schlupflöcher und gleiche Löhne für Frauen und Männer. Genügend Stoff für die Bühnenbeiträge ab 11 Uhr im Volkspark, die gegen 12 Uhr dann nahtlos in ein Musik- und Tanzspektakel übergehen sollen, bei dem alle Generationen auf ihre Kosten kommen.

Traditionell beginnen die Mai-Feierlichkeiten des DGB um 9.45 Uhr mit einer Andacht – diesmal in der Reformierten Kirche am Bergischen Ring. Dort formiert sich gegen 10.20 Uhr der Demonstrationszug, der seinen Weg über den Innenstadtring und die Rathausstraße quer über den Ebert-Platz in Richtung Volkspark nimmt.

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