Der letzte Vorhang

Hagener Fummellauf-Matadore stöckeln von der Bühne

Das war’s: Die elfte Ausgabe des Hagener Fummellaufes wird auch die letzte sein.

Foto: Michael Kleinrensing

Das war’s: Die elfte Ausgabe des Hagener Fummellaufes wird auch die letzte sein.

Hagen.   Die Hagener können am 8. Februar sich auf die elfte Ausgabe des närrischen Fummellaufes freuen. Es wird die letzte Veranstaltung dieser Art sein.

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Vor elf Jahren rief das damalige Prinzenpaar Silke III. (Strohschein) und Sven I. (Söhnchen) den Fummellauf ins Leben. Die Veranstaltung wurde zunehmend der Auftakt zur heißen Phase der sogenannten fünften Jahreszeit in Hagen.

Anfänglich froren Fummelläufer und Zuschauer noch bei Winterwitterung auf dem Friedrich-Ebert-Platz – bis das Management der Volme-Galerie ein Einsehen hatte und die Veranstaltung ins Haus holte. Doch die elfte Auflage in diesem Jahr soll gleichzeitig auch das Finale sein.

Steigende Zuschauerresonanz

Jahr für Jahr kamen mehr Zuschauer zu dem bunten Treiben, in dem sich mehrere Mannschaften um den „Pokal für Anmut, Charme und Gefühl“ bewerben. Ein moderner Dreikampf in den Disziplinen Gesang, Tanz und Geschicklichkeit wird von einer fachkundigen Jury bewertet, die ihre Aufgabe ernst nimmt und dennoch den großen Spaß nicht aus dem Blick verliert.

Zahlreiche amüsante Stunden haben die Fummelläufer dem Hagener Publikum beschert, aber nach elf Jahren heißt es nun Abschied nehmen von dieser Episode im Hagener Brauchtum. Am 8. Februar um 17 Uhr findet die Veranstaltung zum letzten Mal statt.

Fummellauf-Mitgründerin Silke Strohschein ist sicher, dass dieser Zeitpunkt eine richtige Wahl ist. „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“, verweist Strohschein auf eine bekannte Weisheit. Und Ex-Karnevalsprinz Sven Söhnchen fügt, mit einer Träne im Auge, hinzu: „Wir haben schon eine schöne Geschichte in unserer Heimatstadt geschrieben – aber wenn es in der Wade zwickt, sollte man aufhören.“

Suche nach Alternativkonzept

Mehrere Aufrufe durch persönliche Ansprache und die Medien haben in den vergangenen Jahren nicht dazu geführt, dass sich neue Teams für den Fummellauf fanden. Somit kamen die Organisatoren überein, den elften Fummellauf noch durchzuführen und dann in den wohlverdienten Ruhestand zu treten. Andreas Rau von der Hagener Aids-Hilfe arbeitet derzeit an einem Konzept, wie der Veranstaltungszeitpunkt und zentrale Ort auch ab 2019 mit buntem Treiben belebt werden kann.

Bevor es mit dieser Planung weitergeht, treten vier Mannschaften, weiblich kostümiert und auf möglichst hohen Stilettos, noch einmal an, um den Jurypokal zu ergattern – oder den „Harry-Wandke-Gedächtnispreis“. Timo Hiepler wird den letzten Fummellauf mit seiner eigenen Verkleidungskunst moderieren.

Auf der Jurybank nehmen neben Silke Strohschein auch Petra Jochheim und der neue Volmegalerie-Manager und Fummellauf-Novize Thomas Eggert Platz. Nach seinem Debüt im Vorjahr ist auch Hagens beliebter Theaterschauspieler Werner Hahn am Jurypult vertreten. An seiner Seite nimmt erstmals für die Stadtverwaltung Dezernentin Margarita Kaufmann Platz.

Für die Fummelläufer wäre es ein schöner Abschluss, wenn die Volme-Galerie einen neuen Zuschauerrekord vermelden könnte.

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