Gesundheit

Hagener nahm 48 Kilogramm ab - per Mathematik-Diät

Sebastian Stabene aus Hagen. Hat in einem Jahr 58 Kilo abgenommen. Das Foto zeigt ihn vor der Ernährungsumstellung mit rund 130 Kilo.

Sebastian Stabene aus Hagen. Hat in einem Jahr 58 Kilo abgenommen. Das Foto zeigt ihn vor der Ernährungsumstellung mit rund 130 Kilo.

Foto: WR

Hagen.   Nur durchs Essen schlank werden, das ist der Traum vieler übergewichtiger Menschen. Der Hagener Sebastian Stabene hat es geschafft. Er reduzierte sein Körpergewicht von 128 Kilogramm auf nur noch 80 Kilogramm - mit Hilfe der Mathematik.

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Es ist gar nicht so leicht, nur durchs Essen schlank zu werden. Sebastian Stabene hat es trotzdem geschafft. Im April 2010 wiegt er noch 128 Kilo. „Mit 28 wurde bei mir eine Fettleber diagnostiziert“, gruselt sich Stabene heute noch. Inzwischen wiegt er noch 80 Kilogramm und trägt einen deutlich sichtbaren Bizeps statt eines deutlich sichtbaren Bauches mit sich herum – das Resultat vieler schweißtreibender Stunden Sport.

Doch seine eigentliche Erfolgsgeschichte kommt ohne körperliche Ertüchtigung aus, und vor allem auch ohne Diät. Ganz im Gegenteil.

Gegen Faustregeln und Diät-Moden

„Mein Arzt riet mir, wenigstens unter 100 Kilo zu kommen“, erinnert sich der Hagener mit den italienischen Wurzeln. „Das bin ich dann ungesund angegangen – ich habe gar nicht mehr gegessen. Das fiel mir am leichtesten.“ Die Pfunde purzelten sehr schnell, nach neun Monaten war Stabene auf 95 Kilo runter.

„,Das war der leichte Teil’, sagte mir mein Arzt damals, und er hatte recht, denn danach bin ich erst richtig dick geworden.“ 130 Kilo wiegt der Hagener wenig später – der berüchtigte Jo-Jo-Effekt schlägt auch bei ihm zu. Doch der Ehrgeiz hatte ihn gepackt. Stabene ist von Beruf Fachinformatiker, er kennt sich gut mit Zahlen aus.

Also macht er das, was er am besten kann: sich an Fakten halten. „Ich habe Schulungen besucht, Ernährungstipps in Videos im Internet angesehen, Vorträge von Ernährungswissenschaftlern angehört, Wissen gesammelt.“ Am Ende war für ihn klar: Er braucht keine Diät. Er braucht dauerhaft eine ganz andere Art, sich zu ernähren.

„Ich hatte schon Schmerzen in den Schienbeinen beim Gehen, da war an Sport erstmal nicht zu denken.“ Viele Faustregeln oder Diät-Moden lässt er links liegen.

Neues Ziel - Ernährungsberater

„Abends keine Kohlenhydrate oder so, das ist alles nicht wissenschaftlich belegt. Man muss seine Energiebilanz kennen.“ Er orientiert sich an einigen Eckdaten: Alter, Gewicht, Beruf, Freizeitbeschäftigung. Heraus kommt ein Kalorienbetrag, den er pro Tag verzehren darf.

Schlägt er an einem Tag über die Stränge, muss am Folgetag extra gespart werden: „Handfeste Mathematik.“ Während er sich vor der Ernährungsumstellung vor allem Pizza, Aufläufe und noch einen Salat obendrein plus süße Limonaden genehmigte, verlegt er sich nun auf Selbstgekochtes, vor allem aus Obst und Gemüse. „Ab da war es nur noch eine Frage der Zeit.“

Irgendwann hat Stabene Blut geleckt, Bewegung kommt dazu, Hanteltraining, Kampfsport. Er strahlt ein gewinnendes Lächeln aus, Motivationstrainer jeder Art dürfen sich bei ihm inzwischen die sprichwörtliche Scheibe abschneiden. Der Bauch ist weg, das Sixpack aus Bauchmuskeln auf dem Weg. Nächster Punkt, den er zielsicher anvisiert: eine Karriere als Ernährungsberater.

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