Kriminalität

Hagener Spielhallen-Razzia: Richter prüfen Untersuchungshaft

Knapp fünf Millionen Euro Bargeld trugen die Ermittler im September aus dem Wohnhaus der Betroffenen. Dazu wurden mehrere Luxus-Autos abgeschleppt.

Knapp fünf Millionen Euro Bargeld trugen die Ermittler im September aus dem Wohnhaus der Betroffenen. Dazu wurden mehrere Luxus-Autos abgeschleppt.

Hagen/Hamm.   Steuerhinterziehung von bis zu 38 Millionen Euro steht im Raum. Der Hauptverdächtigte sitzt noch in U-Haft. Aber wie lange noch?

Mehr als ein halbes Jahr liegt die große Razzia gegen ein Spielhallen-Firmengeflecht aus Hagen wegen angeblich gefälschter Steuerausdrucke aus den Automaten zurück. Und so lange sitzt auch schon der Hauptverdächtige (42) wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in Höhe von 38 Millionen Euro in Untersuchungshaft. Die ist aber generell nur ein halbes Jahr bis zum Beginn eines Strafprozesses zulässig – es sei denn, es gibt nachvollziehbare Gründe, etwa wegen des Umfangs des Verfahrens. Ob diese im Fall des 42-Jährigen gegeben sind, prüft derzeit das Oberlandesgericht Hamm (OLG). OLG-Sprecher Martin Brandt: „Der Senat wird in Kürze entscheiden.“ Eine Anklage gegen den 42-Jährigen hat die Staatsanwaltschaft erhoben. Das Landgericht Hagen prüft derzeit deren Zulassung.

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