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Hagener Studentin lebt um die Ecke der Fernuniversität

Die Hagenerin Rabea Hacker auf dem Campus der Fernuniversität. Sie kommt nicht nur zum Studieren hierhin, sondern auch zum Joggen.

Foto: Michael Kleinrensing

Die Hagenerin Rabea Hacker auf dem Campus der Fernuniversität. Sie kommt nicht nur zum Studieren hierhin, sondern auch zum Joggen. Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Rabea Hacker studiert Psychologie in Hagen – und wohnt lediglich einen Steinwurf vom Campus entfernt.

Ganz bekommt Rabea Hacker die Fernuniversität nie aus ihrem Kopf. Auch wenn es gerade durch die Arbeitsbelastung ihres neuen Jobs als Wirtschaftsprüferin für sie schwer ist, das Psychologie-Studium fortzusetzen. Doch die Fernuni umgibt sie – mental wie auch körperlich. Es ist ja nicht nur der Gedanke an sie und die Möglichkeiten, die sie der 31-Jährigen bietet.

Wenn Rabea Hacker ihrem Lieblings-Hobby, dem Joggen durch die Wälder neben ihrem Zuhause, nachgeht und sich die dichten Baumreihen lichten, dann materialisieren sich die Campusgebäude vor ihr.

Sie wohnt lediglich einen Steinwurf von der Uni entfernt. Die Ferne, die die Hochschule in ihrem Namen trägt, wird im Fall der jungen Hagenerin zu einer besonderen Nähe: Eine Hagenerin, die in Hagen studiert, gleich um die Ecke der Universität lebt und die Menschen, denen sie geschäftlich in ganz Deutschland begegnet, von der Hagener Hochschule schwärmen hört. „Die Leute, die Hagen kennen, verbinden die Stadt immer mit der Fernuni. Hagen müsste viel mehr Werbung für sich und seine Fernuni machen, das ist ein echtes Kapital, das die Stadt hat“, findet sie.

Psychologie ist das zweite Studium

Die Fernuni lässt Rabea Hacker nicht los, denn das Psychologie-Studium ist bereits das zweite, das sie in der Volmestadt absolviert. Den Master in Wirtschaftswissenschaft hat sie schon in der Tasche. Doch der Reihe nach: Nach dem Abitur folgte für die Hagenerin erst einmal eine Ausbildung als Bankkauffrau.

Beim anschließenden Job im Risikomanagement der Sparkasse Herdecke entschied Rabea Hacker, dass ihr für ihre Aufgaben ein Studium der Wirtschaftswissenschaften Vorteile bringen würde. Also ging es parallel zum Job zum Bachelor-Studium erst einmal an die Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe nach Bonn. Der Bachelor war schnell in der Tasche. „Doch ich wollte auch den Master haben“, beschreibt die 31-Jährige. „Da war die Entscheidung für die Fernuni klar.“ Direkt um die Ecke des Zuhauses und nicht an einer privaten und teuren Universität, wie es viele in dem Bereich gibt.

Austausch in Online-Gruppen

Beim Studieren und Lernen selbst habe sie die Präsenz der Uni direkt vor der Haustür erst einmal gar nicht so sehr in Anspruch genommen. Für Klausuren ging es eher in die Regionalzentren im rheinischen Raum. Mit anderen Studierenden tauschte sie sich vornehmlich in Online-Gruppen aus, die Lernskripte gingen mit in den Urlaub. „Bei der Super-Betreuung meiner Masterarbeit habe ich dann aber die räumliche Nähe gemerkt. Die Wege waren kurz, das fand ich schon angenehm“, sagt sie.

Und da war ja auch noch der regelmäßige Weg hin zur Uni-Bibliothek. „Vor meiner Wahl der Module, die ich zu nehmen überlegt hatte, bin ich in die Bibliothek gegangen, habe mir die Skripte angeschaut und dann aussortiert. Das war für mich schon ein Vorteil, einfach zu Fuß rübergehen zu können.“

Das „Rübergehen“ erwies sich auch im Fall von Einsendearbeiten als Pluspunkt. „Ich bin einfach zu Fuß hingegangen, habe die Arbeiten eingeworfen, musste kein Porto zahlen und wusste, dass sie auch angekommen sind“, lacht sie. Oft habe sie auch die Arbeiten von Arbeitskollegen, die ebenfalls in Hagen studierten, mitgenommen und eingeschmissen.

Fernuni ist auch Vergnügen

Fernuni – das ist für Rabea Hacker nicht nur Lernen, sondern auch Vergnügen. Was auch ihr Lieblingsplatz auf dem Campus zeigt: die S itzgelegenheit auf dem roten Platz. Da mache sie beim Joggen oft Halt. „Das Gelände ist wirklich schön, von jeder Ecke aus kommt man in den Fleyer Wald hinein, wo hat man das?“

Sie zeigt vom Platz auf dem Balkon der Mensa hinüber zum gegenüberliegenden Gebäude. Manchmal an Samstagen, an denen sie frei gehabt und ausnahmsweise in keiner Präsenzveranstaltung an der Uni gesessen habe, sei sie an den Räumen da unten vorbeigekommen und habe die Studierenden in Vorlesungen sitzen sehen.

„Gut, dass ich heute nichts habe“, habe sie da gedacht und gelacht. Bald, wenn die neue Stelle ihr wieder mehr Zeit für eine Fortsetzung des Psychologiestudiums lässt, dann sitzt auch sie vielleicht wieder an den Samstagen zur Vorlesung in einem der Räume.

Einfach und unproblematisch

„Die Fernuni verlässt einen nie“, sagt sie. Das sei anders als bei Bekannten, die nach ihrem Studium an einer Präsenzuni nach dem Abschluss einen Strich unter die Sache gesetzt und ihre Unterlagen verbrannt hätten.

„Wenn man einmal verstanden hat, wie das System Fernuni funktioniert, weiß man, wie einfach und unproblematisch es sein kann.“ Die Uni begleite sie immer – einfach aufgrund der Möglichkeit, trotz Job immer wieder einzusteigen und weiterzumachen „Sie ist immer präsent, ich brauche das“, sagt sie und lacht: „Das ist eben mein Fernuni-Syndrom.“

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