51. Hagener Weihnachtsmarkt

Hagener Weihnachtsmarkt mit Kuttenverbot

Bereiten seit Wochen und Monaten den Hagener Wehnachtsmarkt vor (von links): Peter Mook, Thomas Lichtenberg, Alfons Tröger, Dirk Wagner, Ralf Korthaus, Wladimir Tisch sowie Nadine Budde.

Bereiten seit Wochen und Monaten den Hagener Wehnachtsmarkt vor (von links): Peter Mook, Thomas Lichtenberg, Alfons Tröger, Dirk Wagner, Ralf Korthaus, Wladimir Tisch sowie Nadine Budde.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Der Hagener Weihnachtsmarkt startet am 22. November. Das Ordnungsamt erlässt ein Kutten- und Motorradclub-Emblem-Verbot.

Der bekannte Coca-Cola-Truck rückt nach fünf Jahren erstmals wieder in Hagen an, das 50 Meter hohe Riesenrad mit offenen und geschlossenen Gondeln steht traditionell auf dem Ebert-Platz und die 35 Meter lange Weihnachtsrutsche wird wie gewohnt vor C & A platziert.

Am Donnerstag, 22. November, wird der Weihnachtsmarkt eröffnet – mit einer Neuerung: Es gibt ein Kuttentrageverbot. „Wir folgen mit dem Erlass Städten wie Aachen und Duisburg“, sagt Thomas Lichtenberg, Leiter des Hagener Ordnungsamtes.

Auch in Hagen habe sich eine Motorradclubszene entwickelt, die zum Teil kriminell unterwegs sei. Auf dem Markt dürfen daher weder Kutten getragen noch bekannte Embleme präsentiert werden.

Vermarktungs-Probleme

Themenwechsel: „In diesem Jahr war es eine Mammutaufgabe, die zur Verfügung stehende Fläche zu vermarkten“, sagt Dirk Wagner.

Wagner – Veranstalter des Hagener Weihnachtsmarktes und Schausteller in einer Person – spielt mit der Aussage auf das allgemeine Händlersterben an.

„Nicht nur Wochen-, sondern auch Weihnachtsmärkten fällt der Kampf gegen Discounter und Online-Handel immer schwerer.“

86 Stände und Fahrgeschäfte

In diesem Jahr seien zehn bis zwölf Händler weggebrochen, „aber auf der Zielgeraden haben wir es noch geschafft, die Budenstadt mit 86 Ständen und Fahrgeschäften zu bestücken“.

Der Kampf unter den Weihnachtsmärkten wird immer erbitterter. „Kleinere Märkte haben es besonders schwer, etliche werden den Kampf verlieren“, so Wagner.

Weiteres Problem: Neue Anbieter wie der „Cranger Weihnachtszauber“ auf dem Cranger Kirmesplatz setzen etablierten Weihnachtsmärkten zu.

„Mit großen Werbebudgets kommen neue Anbieter daher und ziehen Besucher von traditionellen Weihnachtsmärkten ab“, so Wagner. „Wenn wir in Folge dessen auch in Hagen künftig das Werbebudget aufstocken müssen, werden die Mehrkosten zwangsläufig auf Schausteller und Händler abgewälzt. Und die geben ihre Mehrkosten natürlich an die Kunden weiter.“

In diesem Jahr gebe es noch keine großen Preissteigerungen an Gastroständen und Karussells, „aber demnächst steht uns ein Preiskampf ins Haus“.

Familien aus Hagen und Nachbarstädten ansprechen

Mit dem Slogan „Der familienfreundliche Weihnachtsmarkt“ will man besonders Familien aus Hagen und Nachbarstädten ansprechen, schließlich müsse man sich von anderen Märkten abheben.

Was Wagner unter familienfreundlich versteht? Zum einen das Kultur- und Kinderprogramm, das täglich in der Konzertmuschel bzw. im Jugendzentrum Kultopia veranstaltet wird.

Zum anderen Magneten wie Riesenrad, Rutsche und (neu) die Weihnachtsfabrik – ein Spiel- und Spaß-Irrgarten für Kinder.

Coca-Cola-Weihnachtstruck

Stolz ist Wagner darauf, nach Jahren wieder den bekannten Coca-Cola-Weihnachtstruck präsentieren zu können.

Der Truck gastiert am Montag, 26. November, von 15 bis 20 Uhr mit einem 900 Quadratmeter großen Weihnachtsdorf auf dem Johanniskirchplatz.

Bereits am Samstag, 24. November, um 18 Uhr findet eine Show-Fahrt über den Innenstadtring mit drei roten Trucks statt.

24 Tanks mit Wasser

Beim Sicherheitskonzept setze man auf Bewährtes aus dem Vorjahr, sagt Ordnungsamtsleiter Lichtenberg, 24 mit jeweils 1000 Litern Wasser gefüllte Tanks werden als Absperrungen aufgestellt.

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