Kultur

Hagenring-Galerie in Hagen greift Bauhaus-Idee auf

Ein Teil der Künstler, der an der Jahresausstellung teilnimmt, vor etlichen Arbeiten (von links): Waltraud Schroll, Barbara Wolff, Uwe Will, Bernhard Paura, Verena Baltes, Karl-Georg Krafft und Hartmut Gloger.

Ein Teil der Künstler, der an der Jahresausstellung teilnimmt, vor etlichen Arbeiten (von links): Waltraud Schroll, Barbara Wolff, Uwe Will, Bernhard Paura, Verena Baltes, Karl-Georg Krafft und Hartmut Gloger.

Foto: Michael Kleinrensing

Eilpe.   Die Galerie Hagenring in Hagen-Eilpe greift in ihrer Jahresausstellung die Bauhaus-Idee auf. Die Vernissage findet am 18. November statt.

Mit seiner Jahresausstellung 2018 blickt der Hagenring nach vorn: 2019 feiert die Kunstschule und Kunstrichtung Bauhaus 100-jähriges Bestehen. „Deshalb haben wir unsere Ausstellung mit dem Thema ,Bauhaus’ betitel“, sagt Karl-Josef Steden, Vorsitzender des Künstlerbundes.

25 Künstler – allesamt Hagenring-Mitglieder – zeigen ab Sonntag, 18. November, 68 Arbeiten, die sich mit der Bauhaus-Idee beschäftigen.

Seit 1925 in Dessau

Zur Erinnerung: Das Bauhaus wurde 1919 in Weimar gegründet, die Hochschule der Kunst zog 1925 nach Dessau um. 1933 wurde sie unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen.

„Obwohl das Bauhaus nur wenige Jahre bestand, wirkt die Hochschule für Gestaltung bis in die Gegenwart fort“, sagt Steden. Und erinnert daran, dass zwei spätere Gründungsmitglieder des Hagenring seinerzeit ans Bauhaus gingen: Reinhard Hilker und Heinrich Brocksieper.

Figurinen aus Eiche

Aber zurück zur Gemeinschaftsausstellung, auf der es Malerei, Skulpturen und Fotografie zu sehen gibt. Holzskulpturen – Figurinen aus Eiche – zeigt Waltraud Schroll. „Die Arbeiten sind eine Anlehnung an das ,Triadische Ballett’ des bekannten Malers, Choreografen und Bauhaus-Vertreters Oskar Schlemmer“, erläutert Waltraud Schroll.

Stolz ist der Hagenring auf sein jüngstes Mitglied Andreas Blauth. Der gerade mal 18-Jährige stammt aus Meerbusch und zeigt Fotoarbeiten auf Alu, die er mit „Individuum“ betitelt.

Hartmut Gloger spielt mit dem typisch für den Bauhaus-Stil strengen Streifenmuster und zeigt zur Ergänzung seiner Arbeiten eine blau-weiß gestreifte Aldi-Tüte. „Ziel des Bauhauses war es ja auch, Gebrauchskunst und Nutzgegenstände mit ,hoher’ Kunst zu vereinen“, unterstreicht Gloger.

Foto-Künstler Siegfried Rubbert bildet sterile Treppenhäuser ab, und Karl-Georg Krafft zeigt in seinen Bildern drei im Bauhaus-Stil entstandene Gebäude, die im Original in Dessau, Stuttgart und Tel Aviv ­stehen.

„Die Werke, die hier zu sehen sind, wurden nicht aus irgendwelchen Kellern geholt, sondern extra für die Jahresausstellung gefertigt“, betont Ausstellungsleiter Uwe Will.

Kunstmarkt läuft parallel

Parallel zur Werkschau findet ein Kunstmarkt statt, auf dem etwa 40 Arbeiten zum kleinen Preis verkauft werden. Am Samstag, 25. November, von 11 bis 13 Uhr können sich die rund 80 Fördermitglieder des Künstlerbundes im Hagenring eine Jahresgabe (Original) aussuchen.

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