Bürgerbarometer

Harkortsee und Hengsteysee haben großes Potenzial

Eine Weiterentwicklung an den Seen nimmt auch das Südufer des Harkortsees in den Fokus.

Eine Weiterentwicklung an den Seen nimmt auch das Südufer des Harkortsees in den Fokus.

Foto: Hans Blossey

Hagen.   Neue Wanderwege und mehr Gastronomie wünschen sich die Hagener an Harkort- und Hengsteysee. Die Flächen im Hagener Norden haben Potenzial.

Es gibt ein Programm, mit dem haben Bürger, Politiker und diejenigen, die in der Verwaltung Entscheidungen treffen, viele Hoffnungen verbunden. „Regionale“ heißt dieses Projekt, um das sich Hagen gemeinsam mit Nachbarkommunen beworben hat und das dafür gesorgt hätte, dass Millionen aus Förderprogrammen in die Stadt und ihr Umland gespült geflossen wären.

„Hätte“ und „wären“ sind die Konjunktive, die für das überraschende Scheitern der Bewerbung stehen. Denn seit etwa einem Monat steht fest: Es sind andere Gegenden, die zum wiederholten Mal die Mittel abgreifen. Hagen guckt mit der Initiative „Eine Region im Fluss“ in die Röhre.

Planungsdezernent entwickelt Visionen

Still ruht seit jenem Tag der See, könnte man meinen. Wenn allerdings Planungsdezernent Thomas Grothe über seine Visionen für den Hagener Norden erzählt, so hört sich das ganz anders an.

„Natürlich“, sagt Grothe, „waren die beiden Seen Kernstück unserer Bewerbung. Aber die Ablehnung unserer Bewerbung bedeutet nicht, dass im Hagener Norden in den nächsten Jahren nichts mehr passiert.“

Handlungskonzept ist bei der Verwaltung in Arbeit

Ganz im Gegenteil: Die Planungen für das Freizeitareal laufen weiter. Mitte dieses Jahres soll ein integriertes Handlungskonzept für die Bereiche vorgestellt werden. Und Teile dessen, was Verwaltung und Bürger auf zwei Workshops ersonnen haben, ist deckungsgleich mit den Ergebnissen des Bürgerbarometers. Wenngleich es bei dem Versuch, Fördermittel für das Areal zu akquirieren, zunächst um ökologische und weniger um touristische Ziele geht.

Dennoch: „Mehr Gastronomie“, so Grothe, „das ist auch etwas, das wir uns gut vorstellen können. Nach Möglichkeit sogar in Verbindung mit Übernachtungsmöglichkeiten.“ Den Bereich um das Freibad Hengstey hat Grothe dabei im Blick. Und durchaus ungewöhnliche Ideen. „Warum soll nicht ein Fährmann Touristen zu einem Floß bringen, auf dem man abends noch ein Glas Wein genießen und dann auf einer Luftmatratze übernachten kann. Wo gibt es so etwas schon?“

Brücke schafft neue Perspektiven für das Südufer

Menschen, die solche Angebote nutzen, spült der Ruhrtalweg nach Hagen. Und wenn die Brücke über die Volmemündung fertig ist, können die auch auf Hagener Stadtgebiet bleiben und müssen nicht – wie bisher – zwischen den Seen das Ufer in Richtung Herdecke wechseln.

„Die Planungen für die Brücke sind abgeschlossen“, sagt Grothe über das Bauprojekt, das für die Gebiete am Südufer des Harkortsees um das Haus Baukey und das Wasserschloss Werdringen neue touristische Perspektiven eröffnen soll. „Jetzt geht es an die Umsetzung. Anfang 2018 können die Arbeiten beginnen. Ende des Jahres könnte die Brücke fertig sein.“

>>HINTERGRUND: AUSTAUSCH MIT RVR

  • Diese neue Querung an der Mündung führt automatisch dazu, dass sich das Wanderwegenetz ausweitet. Eine Forderung, die immerhin 37 Prozent der Hagener wichtig ist.
  • Wenn es um die Entwicklung der Flächen geht, steht die Stadt in engem Austausch mit dem Regionalverband Ruhr (RVR).
  • Dabei geht es auch um den Ankauf von Flächen, um Ziele zu verwirklichen.
  • Kurzfristig sind weitere Bänke und mehr Licht geplant.
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