Chance für den Stadtteil

„Hasper Lichter“ verbinden die Menschen und Kulturen

Menschen aus der gesamten Region sollen unter den Lichtinstallationen fünf Tage lang genießen. Haspe bereitet sich auf einen großen Ansturm im September 2019 vor.

Menschen aus der gesamten Region sollen unter den Lichtinstallationen fünf Tage lang genießen. Haspe bereitet sich auf einen großen Ansturm im September 2019 vor.

Foto: MS

Haspe.   Das Konzept für fünf tolle Tage im September 2019 unter dem Titel „Hasper Lichter“ steht. Die Organisatoren beginnen mit der Sponsorenakquise.

Unter die erste Euphorie begeisterter Schulterklopfer mischten sich schnell die skeptischen Stimmen all derer, die seine Risikobereitschaft hervorhoben: „Es ist schon ein bisschen verrückt, aber wir müssen in Haspe einfach was tun. Alle gemeinsam, jeder so wie er kann“, lässt Salvatore Bucco gar keine Depri-Haltung zu. „Optimismus ist Pflicht.“

Als der Hasper Gastronom im Sommer erstmals in dieser Zeitung über seine Idee plauderte, die Magie der italienischen Nächte aus der 1990er-Jahren rund um den Hasper Kreisel wiederbeleben zu wollen, war die Saat gelegt, um aus einer ehrgeizigen Vision ein konkretes Projekt erwachsen zu lassen.

Inzwischen sind die entscheidenden Vorgespräche mit den Gastronomie-Partnern geführt, die für das glamouröse Flair verantwortlichen Lichtspiele aus Apulien reserviert und das Sicherheitskonzept mit den Ordnungsbehörden abgestimmt: Vom 11. bis 15. September sollen die „Hasper Lichter“ als das größte Hagener Kulturfest im Jahr 2019 mehr als 150.000 Besucher aus dem gesamten Umland zum Hasper Kreisel locken.

„Nach den vielen positiven Signalen, die wir in den vergangenen Wochen erhalten haben, beginnt jetzt die konkrete Umsetzungsphase“, weiß Bucco für die Sponsorenakquise nicht bloß die Hasper Bezirksvertretung, sondern auch die Hagen-Agentur und die Stadtspitze an seiner Seite. Bis zum Jahresende muss der 42-Jährige ein Budget zusammentragen, das die 200.000-Euro-Schwelle klar durchbricht.

Rückenwind durch die Bezirksvertretung

Für entsprechenden Rückenwind dürfte das Hasper Bezirksparlament sorgen, das in einer Klausurtagung bereits vorbesprochen hat, mit 40.000 Euro etwa ein Sechstel des Etats tragen zu wollen.

„Wir werden Haspe nur gemeinsam mit den ortsansässigen Betrieben und Geschäften sowie den Bürgerinnen und Bürgern nach vorne bringen“, begründet Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser diese symbolträchtig hohe Anschubfinanzierung. „Die Hasper Lichter werden ein überregionales Erlebnis und deshalb für Haspe ein wichtiges Ereignis.“

Chance für den Einzelhandel

Damit gibt Thieser zudem einen deutlichen Wink an den Hasper Einzelhandel, dass das Niveau des Veranstaltungskonzeptes die einmalige Chance eröffne, sich über fünf Tage hinweg unter zauberhaftem Lichterglanz und begleitet durch ein breites Marketingkonzept einem kaufkräftigen Publikum zu präsentieren.

„Diese Veranstaltung hat die potenzielle Kraft, das Hasper Image deutlich zu verbessern“, betont Bucco. „Dazu müssen aber auch sämtliche Anlieger mitziehen – das Wir-Gefühl des gesamten Stadtbezirks ist gefordert“, verspricht der Gastronom, Menschen aller Nationalitäten mit Kulinarischem, Musikalischem und Folkloristischem verwöhnen zu wollen.

Immerhin haben Feste unter Lichterbögen und -säulen – etwa 136 illuminierte Pfeiler sollen die Hasper Straßen zwischen Kirmes- und Ernst-Meister-Platz säumen – ihre Ursprünge im 19. Jahrhundert, damals noch mit Öllampen. „Man wird sehen, dass sich auch in Haspe – wie schon seit Jahrhunderten – durch Lichtgestaltung die Kultur, die Tradition und das Design zu einer magischen Attraktion mit außergewöhnlicher Anziehungskraft verbinden“, vertraut Bucco auf die Magie der Illuminationen.

Initiative gegen das Wehklagen

„Uns ist wichtig, neben der Fürsorge für unser kulturelles Erbe auch den kulturausübenden Künstlern, Musikern, kurz allen Kreativen besondere Beachtung zu schenken. Deshalb haben wir ein Projekt entwickelt, durch das sich in Haspe die verschiedensten Kulturen und ihre Ausdrucksformen miteinander verbinden“, rückt der 42-Jährige vor allem die ethnische Vielfalt in den Mittelpunkt der fünf Festtage unter den Hasper Lichtern.

„Wir wollen widerlegen, dass in Haspe nichts los sei. Das ist eine Initiative gegen das permanente Wehklagen“, hofft er jetzt auf echtes Wir-Gefühl und entsprechenden Rückenwind bei potenziellen Geldgebern.

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