Stadtentwicklung

Hengsteysee-Idee soll von Förder-Millionen profitieren

Zu den Ideen gehört unter anderem eine aufgeständerte Brücke, die aus dem Freibad bis ans Seeufer reicht und eine Aussichtsplattform hat.

Zu den Ideen gehört unter anderem eine aufgeständerte Brücke, die aus dem Freibad bis ans Seeufer reicht und eine Aussichtsplattform hat.

Foto: Profund Consult

Hagen.   Die Stadt will aus Bundes-Topf Mittel für die geplante Aufwertung des Hengsteybades abschöpfen.

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Was lange währt, wird mit reichlich Verspätung vielleicht doch noch gut: Als in diesem Sommer der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages überraschend den Deckel von einem prall gefüllten Fördertopf zur „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ riss, fühlte sich zum Leidwesen der Politik niemand im Hagener Rathaus berufen, hier mal ein Projekt ins Rennen zu schicken, um externe Gelder für ein Investitionsprojekt abzugreifen. Zu diesem Zeitpunkt lag einfach kein vorbereitetes Konzept in den Schubladen, mit dem die Kommune sich kurzfristig hätte aussichtsreich bewerben können.

Inzwischen hat das Berliner Innenministerium – offenbar mangels Rückmeldungen – zum zweiten Mal sein Füllhorn beworben, und diesmal versucht die Stadt für die angedachte Aufwertung des Hengstey-Freibades einen namhaften Betrag abzugreifen. Schließlich möchte Hagen im Rahmen der Harkort- und Hengsteysee-Attraktivierung rund um die vom RVR erworbenen Flächen einen Seepark entwickeln, der zu einem Mosaikstein der Internationalen Gartenausstellung 2027 (IGA) werden soll. Als zentraler Magnet ist hier das Hengstey-Freibad vorgesehen.

Beach-Club und Gastro-Konzept

Im Herbst war im Aufsichtsrat der Hagener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (HVG) ein Konzept präsentiert worden, in dessen Mittelpunkt eine Millionen-Investition in das Familienbad am Seeufer steht. Die auf Freizeitattraktionen spezialisierte Beratungsgesellschaft „Profund Consult“ hatte für das zuletzt im Jahr 2000 sanierte Bad ein Zukunftskonzept entwickelt. In dessen Mittelpunkt stehen neben einem Beachclub am Seeufer ein zeitgemäßes gastronomisches Konzept für das Strandhaus sowie ein hölzerner Aussichtsturm am Wasser, der in luftiger Höhe zugleich eine Stegverbindung hinüber zum Gastronomiebereich schafft.

Die in die Jahre gekommene Immobilie, so die Berater, soll zum Herzstück des künftigen Freizeitstandortes am Hengsteysee werden.

Aufgeständerte Brücke zum See

Dazu könnten neben einem ganzjährig betriebenen Restaurationsbetrieb mit Eventflächen für Feierlichkeiten aller Art auch eine Hotelerie gehören, die vor allem für Fahrradtouristen attraktiv sein dürfte. Als Filetstück des Strandhauses gilt dabei die Terrasse im ersten Obergeschoss. Zu diesem Sonnendeck mit Lounge-Möblierung soll eine aufgeständerte Brücke über die Köpfe der Badegäste hinweg die Verbindung zur Uferpromenade bilden. Als optischer Anreiz könnte hier die Aussichtplattform an dem beliebten Spazierweg dienen, deren Errichtung die Stadt als ihren Beitrag zu dem Gesamtprojekt betrachtet.

Das Investitionsvolumen für die Holzkonstruktion liegt nach ersten Schätzungen bei etwa 450.000 Euro, während auf Hagenbad für die übrigen Maßnahmen Kosten von etwa 2,3 Millionen Euro zukommen. Sollte Hagen tatsächlich den erhofften Förderzuschlag erhalten, könnte der städtische Eigenanteil deutlich reduziert werden.

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