Koalitionsstreit

Herbe Kritik aus SPD Hagen an Andrea Nahles im Fall Maaßen

Hagens Parteivorsitzender  Timo Schisanowski kritisiert die Berliner Parteiführung.

Hagens Parteivorsitzender Timo Schisanowski kritisiert die Berliner Parteiführung.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Gegenwind aus Hagen für SPD-Parteichefin Andrea Nahles: Die Beförderung von Hans-Geog Maaßen sorgt für großen Ärger an der Parteibasis.

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Die Beförderung des umstrittenen Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen zum Staatssekretär im Bundesinnenministerium sorgt auch in der Hagener SPD für großen Unmut. Dietmar Thieser, Hasper Bezirksbürgermeister, Ex- Oberbürgermeister, Ex-Bundestagsabgeordneter und dem eher konservativen Lager in der SPD zugeordnet, schreibt auf seiner Facebook-Seite: „Ich kann diese Entscheidung der SPD-Parteivorsitzenden nicht nur nicht nachvollziehen, ich lehne sie als Sozialdemokrat ab.“ Und der SPD-Ortsverein Emst-Bissingsheim sekundiert: „Fassungslosigkeit, Wut und Enttäuschung über das komplette Versagen der Parteiführung.“

Parteichef sieht eklatanten Fehler

Dass dies keine Einzelmeinungen innerhalb der Hagener SPD sind, weiß auch der Unterbezirksvorsitzende Timo Schisanowski: „Herrn Maaßen für sein Versagen auch noch zu befördern ist eine eklatante und nicht nachvollziehbare Fehlentscheidung“, sagt er auf Anfrage der WP. „Die SPD-Parteibasis, auch in Hagen, lehnt die Entscheidung deshalb auch zu Recht ab.“

Ursächlich sei zwar der Unions-Dauerstreit zwischen Kanzlerin Merkel und Innenminister Horst Seehofer, den Schisanowski für „ablösungsreif“ hält: „Doch auch die SPD-Spitze – vorneweg Andrea Nahles – muss sich ehrlich machen und in der Causa Maaßen eigene Fehler eingestehen. Fehler dürfen im Nachgang nicht auch noch schöngeredet werden sondern gehören korrigiert.“ Ob er damit konkret ein Veto gegen Maaßens Ernennung fordert, ließ Schisanowski offen.

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