Don Bosco International

Hilfsaktion aus Hohenlimburg für Flutopfer in Mosambik

Doratea und Hans Erkeling unterstützen mit ihrer Einrichtung Don Bosco International  Kinder in der ganzen Welt. So auch in Afrika. Insbesondere in Mosambik ist aktuell die Not groß.

Doratea und Hans Erkeling unterstützen mit ihrer Einrichtung Don Bosco International Kinder in der ganzen Welt. So auch in Afrika. Insbesondere in Mosambik ist aktuell die Not groß.

Hohenlimburg.   Dorate und Hans Erkeling haben zu Ostern einen Aktionsbrief verschickt. Darin bitten sie um Spenden für die Flutopfer von Mosambik.

Es war die Nacht zum 16. März. Da traf Zyklon Idai die Küste des afrikanischen Staates Mosambik mit einer ungeheuren Wucht und bescherte rund drei Millionen Menschen unvorstellbares Leid. Unter diesen, so Schätzungen des Kinderhilfswerkes Unicef, rund 1,5 Millionen Kinder. Unzählige Menschen sind ertrunken. Hunderttausende obdachlos. Diesen drohen Krankheiten und Seuchen; es fehlt an Toiletten und sauberem Trinkwasser. Das sind die schlechten Nachrichten.

Zu den (wenigen) guten Nachrichten gehört für die Betroffenen, dass die Salesianer Don Boscos vor Ort sind, um nach Abzug des Tropensturmes den Opfern nach besten Kräften zu helfen. Die Pater kümmern sich insbesondere um die Kinder und die Jugendlichen, denen nichts geblieben ist; die erlebt haben, wie ihre Eltern und ihre Geschwister gestorben sind.

Deshalb rufen Hans und Doratea Erkeling, die Vorsitzenden des Vereins „Don Boso International e.V.“ aus Hohenlimburg, mit ihrem Aktionsbrief zu Ostern zu Spenden für die notleidenden Menschen in Mosambik auf.

„Wir alle in Mosambik sind von der unermesslichen Katastrophe betroffen“, berichtet Pater Marco Biaggi, verantwortlicher Salesianer Don Boscos vor Ort und versichert, dass die Salesianer alle Kräfte mobilisieren werden, um den Menschen, insbesondere den Kindern und Jugendlichen, beizustehen.

Dieses ganz aktuelle Projekt ist eines von unzähligen, die Doratea und Hans Erkeling seit nunmehr 40 Jahre im Sinne von Don Bosco für die Straßenkinder dieser Welt initiiert haben. Denn zählen können die beiden Hohenlimburger die Anzahl nicht mehr mehr.

Die Historie

Begonnen hat alles vor 40 Jahren. Damals reisten Doratea und Hans Erkeling nach Bogota in Kolumbien. Dort wollte der Rechtsanwalt nach Abschluss seines Studiums seine Schwiegereltern kennenlernen. „Ich habe im Umland Zustände vorgefunden, die mich erschüttert haben“, erinnert er sich. „Das können wir nicht mit ansehen. Da müssen wir helfen“, hatte das damals jung vermählte Paar schnell eine Entscheidung getroffen. Und überall in Bogota, wo damals den Straßenkindern geholfen wurde, tauchte der Name Don Bosco auf. „Es gab immer nur diese eine Antwort.“

Deshalb knüpften Doratea und Hans Erkeling nach ihrer Rückkehr nach Deutschland zu Don Bosco Kontakt. Das fiel ihnen leicht, weil der Sitz, damals wie heute, in Bonn war und ist. Denn Hans Erkeling hatte in der damaligen Bundeshauptstadt Jura studiert, seine Frau dort in der Botschaft gearbeitet.

Dass sich aus den ersten Hilfsprojekten, die sie für Kinder in Sri Lanka und Kolumbien initiierten, ein gemeinsames Lebenswerk werden sollte, davon hätten die beiden Hohenlimburger sicherlich nicht in ihren kühnsten Träumen zu denken gewagt. Doch die Kontakte zu den Patern Don Boscos und den Projekten in der gesamten Welt wurden immer intensiver. Auch, weil Doratea und Hans Erkeling diese auf eigene Kosten besuchten. „Wir haben uns immer bemüht, uns einmal im Jahr ein Projekt anzusehen.“ So war es in den 1980er und den 1990er Jahren - so ist es noch heute (siehe dazu diese Zeitung vom 30. März 2019).

Der eingetragene Verein

Angesichts der intensiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit regten die Salesianer der Don-Bosco-Niederlassung in Bonn an, dass die Hohenlimburger einen eigenen Verein gründen sollten, um dadurch noch näher bei den Straßenkindern dieser Welt sein zu können. So wurde im Jahr 1997 der Verein Don Bosco International e.V. mit Sitz in Hohenlimburg gegründet, u.a. mit dem Ziel, die schulische und berufliche Ausbildung der Kinder und Jugendlichen zu fördern und u.a. Hilfe bei Katastrophen leisten zu können.

Somit fließt seither Jahr für Jahr ein sechsstelliger Euro-Betrag an ausgewählte Projekte in Südamerika, Afrika oder Asien. Projekte deren Sinnhaftigkeit zuvor mit der gebotenen Sorgfaltspflicht durch den Verein geprüft worden ist. „Seit dem Jahr 2001 haben wir mehr als 2,5 Millionen Euro überweisen können“, hat Hans Erkeling hochgerechnet. Deshalb hofft das Ehepaar, dass beide Partner noch lange gesund bleiben, um im Sinne von Don Bosco weltweit weiterzuarbeiten. Auch mit der Zielsetzung, irgendwann einmal einen Nachfolger zu finden, der ihre Arbeit fortsetzt. Ehrenamtlich.

1900 Niederlassungen weltweit

Wenig bekannt ist, dass es bei den Salesianern Don Boscos eine Männer- und eine selbstständige Frauenkongregation gibt. Darunter versteht man den Zusammenschluss mehrerer Klöster.

Der Name der Männerkongregation: Salesianer Don Boscos. Die Frauenkongregation: Maria Auxiliadora, Maria Hilf.

Der Männerorden zählt ca. 15.000 Mitglieder; der F rauenorden ca. 14.000. Hinzu kommen beim Männerorden ca. 300.000 Mitarbeiter weltweit: Lehrer, Sozialarbeiter, Psychologen oder Ärzte, Rechtsanwälte oder sonstige Hilfskräfte.

Insgesamt betreuen die Salesianer Don Boscos w eltweit ca. 16 Millionen Mädchen und Jungen in 1900 Niederlassungen.

Das Spendenkonto für die Bevölkerung in Mosambik lautet: Don Bosco International e.V. - DE 924 506 1524 4032 188 801.

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