Hof Halden

Historische Hofstelle birgt Potenzial

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Einer attraktiven Nutzung stünde - wenn ein Käufer gefunden wäre - nichts im Wege. Gute Verkehrsanbindung, ausreichende Parkmöglichkeiten, historisches Ambiente: Der Hof Halden birgt Potenzial.

Die Stadt Hagen als Eigentümerin will das Anwesen verkaufen, um Geld in die Stadtkasse fließen zu lassen und eventuell später auftretende Erhaltungskosten zu vermeiden.

„Ein Weiterbetrieb der Hofstelle ist uns wichtig, sonst verfallen die alten Gebäude. Und das wäre schade, besonderns, da die Bausubstanz solide ist und die Stadt die Gebäude in den letzten fünf Jahren sogar modernisiert hat”, betont Uwe Perkams vom Fachbereich Immobilien.

Der Hof Halden in der Berchumer Straße 61 wurde im Jahre 1446 erstmals erwähnt. Es handelt sich um ein 4500 qm großes Grundstück mit drei zum Teil denkmalgeschützten Gebäudeteilen. Die Kaufpreiserwartung seitens der Stadt liegt bei 550 000 Euro. Zusätzlich kann eine 1161 qm große Optionsfläche an der Berchumer Straße/ Rüggeweg (Wiese samt Bach) als (Wohn)-Baufläche mit in das Konzept „Hof Halden” integriert und für 232 200 Euro erworben werden.

Gespräche mit Interessenten seien bereits geführt worden, doch bislang ohne konkrete Ergebnisse, so Uwe Perkams. Genutzt werden könnte das alte Bauernhaus mit zwei Wohnungen und dem fast 300 qm großen Scheunenteil (dort war bis Frühjahr 2008 der „Biohof Halden” beheimatet), das Nebengebäude, in dem sich seit knapp zwei Jahren die Weinhandlung Nilson befindet, sowie ein weiteres Nebengebäude (Scheune) auf diverse Art. Da das Areal planungsrechtlich als Mischgebiet eingestuft ist, kommt neben reiner Wohnnutzung auch die Ansiedlung von wohnverträglichem Gewerbe in Frage. „Neben Wohnungen könnten also auch Büros und/ oder Ladenlokale für Einzelhandel eingerichtet werden”, konkretisiert der städtische Mitarbeiter. Schön und denkbar wäre aber auch eine gastronomische Nutzung, ferner könnten sich Gartenbauer oder Kunsthandwerker ansiedeln, nennt Uwe Perkams Möglichkeiten für einen künftigen Weiterbetrieb.

Die Gas-, Wasser- und Stromversorgung sei intakt, im Haupthaus vor wenigen Jahren eine neue Heizanlage eingebaut und im Nebengebäude (Weinhandlung) das Dach neu gedeckt worden. „Und nach Schwerte, Dortmund und Hohenlimburg sind die Wege kurz”, zählt der Immobilien-Experte die Vorteile der Hofstelle auf.

Erfahrungsgemäß reagieren potenzielle Käufer bei Objekten, die (zum Teil) denkmalgeschützt sind, zögerlich. „Natürlich müssen die Bestimmungen des Denkmalschutzes eingehalten werden, doch die Stadt steht ,offenen Konzepten' positiv gegenüber”, versichert Perkams.

Interessenten können bis zum 11. September ein Kaufpreisangebot sowie ein Nutzungskonzept bei der Stadt einreichen. Nähere Infos unter 207-4534 sowie im Internet unter www.hagen.de/Immobilienangebote.

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