Expansion

Hohenlimburg: Firma aus der Unternahmer baut Fabrikhalle

Die Firma Boecker + Wender Stahl reißt im Mai 2019 ein altes Fabrikgebäude der Firma in der Unternahmer ab.

Die Firma Boecker + Wender Stahl reißt im Mai 2019 ein altes Fabrikgebäude der Firma in der Unternahmer ab.

Foto: Marcel Krombusch

Hohenlimburg.   Kaltwalzwerk Boecker und Wender Stahl expandiert auf seinem Firmengelände im Nahmertal – und Gebäude aus dem 19. Jahrhundert weichen

Die letzten Reste bröckeln: In der Unternahmer rollen neben den Produktionshallen von Boecker und Wender Stahl seit kurzem die Abriss-Bagger. Der älteste noch bestehende Bau des ursprünglichen Stahlbetriebs, eine Fabrikhalle aus dem 19. Jahrhundert, wird abgerissen und weicht einem modernen Neubau.

Modernisierung im Blick

„Die alte Halle wurde den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht“, so Stefan Schober, technischer Geschäftsführer der Firma Boecker und Wender Stahl, die seit 1810 in der Unternahmer besteht und mittlerweile einen weiteren Geschäftssitz in Letmathe hat.

Die Betriebsfläche zwischen den Bergen im Nahmertal ist naturgemäß begrenzt, die Ausweitung auf dem eigenen Betriebsgelände die logische Konsequenz. „Wirtschaftlich steht die Firma gut da. Der Neubau ist ein Bekenntnis zum Standort in Hohenlimburg“, sagt Schober. Im kommenden Jahr beginnt der Bau einer neuen Fertigungshalle. Verbunden damit sei auch ein neues Logistikkonzept für das Unternehmen. So ermögliche der Neubau unter anderem, die Lastkraftwagen in einer Kreisstrecke über das Gelände zu führen.

Keimzelle der Firma

Mit der Fabrikhalle fällt das älteste Gebäude des Unternehmens und eine „Keimzelle“ der heutigen Fabrikation. Aufstellen für die Zukunft – und zugleich bleibt die Vergangenheit im Blick: Denn im Zuge der Bauarbeiten wird der Nahmerbach, der zurzeit untertunnelt am Firmengelände vorbeifließt, wieder freigelegt. Eine Auflage der Stadt Hagen und der Naturschutzbehörde. Und eine Erinnerung an die Herkunft der Industrie im Nahmertal. Denn erst die Wasserkraft des Nahmerbachs ermöglichte Betrieben wie Boecker und Stahl einst die Fertigung. Und ebnete so den Weg in die Zukunft.

Übrigens: Für heute ist auch der Abriss eines Wohnhaus aus dem frühen 20. Jahrhundert auf dem Gelände geplant.

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