Stromtrasse

Hohenlimburg: In anderer Stadt größere Abstände erreicht

In Hohenlimburg verläuft die Stromtrasse ganz nah der Wohnbebauung.  Entsprechend umstritten ist sie.

In Hohenlimburg verläuft die Stromtrasse ganz nah der Wohnbebauung. Entsprechend umstritten ist sie.

Foto: Katharina Limpinsel / WP

Hohenlimburg/Attendorn.  Das wird auch Hohenlimburg aufhorchen lassen: In Attendorn haben Bürger Amprion zu einem Kompromiss in Sachen Höchstspannungsleitung gebracht.

Während die Trassenführung der neuen Höchstspannungsleitung durch Hohenlimburg weiter höchst umstritten ist, gibt es im weiteren Verlauf der Stromleitungs-Strecke nun eine Einigung. Netzbetreiber Amprion ist dort – im Gegensatz zu Hohenlimburg – sehr weit auf die Kritik von Bürgern und Stadt eingegangen.

So wird Amprion beim geplanten Bau der 380-kv-Höchstspannungsleitung zwischen Dortmund und Dauersberg in Rheinland-Pfalz in Attendorn auf einen schmaleren Masttypen setzen. Zudem soll sich die Trasse etwas geradliniger den Weg durch die Landschaft bahnen als bislang geplant.

Darauf einigten sich die Teilnehmer eines Moderationsprozesses, der unter anderem aus Mitgliedern des Netzbetreibers, der Stadtverwaltung, Ratspolitikern und betroffenen Bürgern bestand. Insgesamt fanden sieben abendfüllende Treffen seit September vergangenen Jahres statt.

Durch die geradlinigere Leitungsführung soll unter anderem gewährleistet werden, dass drei Winkelabspannmasten durch schmalere Tragmasten ersetzt werden und somit ein geringer Flächenverbrauch zustande kommt. Für die Anwohner genauso wichtig: Der Abstand zur Wohnbebauung wird größer. Und die Immissionswerte reduzieren sich zumindest leicht.

Trotzt dieser Kompromiss-Lösung favorisiert die Stadt Attendorn jedoch weiterhin eine Erdverkabelung, die sich aktuell aber nicht umsetzen lässt. Das bestätigte auch Mariella Raulf, Projektsprecherin der Amprion, auf Nachfrage. „Eine Erdverkabelung ist nicht vorgesehen, weil es hierzu keine gesetzliche Grundlage gibt.“ Trotzdem werde die Stadt an dieser Forderung festhalten, betonte Bürgermeister Christian Pospischil. „Vor allem, weil wir über einen derart eng bebauten Korridor sprechen, der nach einer Erdverkabelung schreit.“

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