Skurrile Aktion

Hagen: Warum „Mario und Luigi“ durch die Straßen flitzen

Domenico Scaramella ("Mario") und sein Freund Gökhan Civelek ("Luigi") fuhren an zwei Tagen mit ihren Straßen-Gokarts durch Hohenlimburg und Umgebung.

Domenico Scaramella ("Mario") und sein Freund Gökhan Civelek ("Luigi") fuhren an zwei Tagen mit ihren Straßen-Gokarts durch Hohenlimburg und Umgebung.

Foto: Hasan Kahraman / Westfalenpost

Hohenlimburg.  Zwei Hohenlimburger fahren als Videospiel-Helden verkleidet durch die Straßen. Die Aktion war mit einer Botschaft verbunden

Eine etwas andere Spritztour unternahmen kürzlich Domenico Scaramella und sein Freund Gökhan Civelek: Bunt verkleidet als Videospiel-Helden „Mario und Luigi“ fuhren die Beiden an zwei Tagen in ihren Straßen-Gokarts durch Hohenlimburg und Letmathe. Eine skurrile Aktion, mit der die Hohenlimburger ein Zeichen setzen wollten. „Gerade wegen der Corona-Krise sind in diesem Jahr viele Leute schlecht gelaunt und die Stimmung ist negativ“, beobachtet Domenico Scaramella. Gemeinsam mit seinem Kumpel wuchs daraus die ungewöhnliche Idee, in dieser Corona-Zeit doch mal bunt kostümiert durch die Gegend zu fahren. Die Kostüme ihrer Videospiel-Helden „Mario und Luigi“ hatten sie extra dafür bestellt. „Wir wollten den Leuten einfach mal wieder ein Lächeln auf das Gesicht zaubern und sie zum Lachen bringen. Ich denke, das ist gut gelungen.“

Besonders in den Sozialen Medien sorgte die Aktion für Aufsehen, Fotos des Duos bekamen viele Klicks und positives Feedback. So auch von Hasan Kahrman, der die Kostümhelden an der Bahnstraße für ein Foto abfangen konnte (siehe Bild). „Sie mussten am Fußgängerüberweg warten und da habe ich die Situation genutzt“, so Kahrman. „Ich fand die Aktion witzig.“

Gokart-Fahrer seit 15 Jahren

Mehrere Stunden waren die Beiden an den Tagen jeweils unterwegs. . „Viel länger kann man in diesen Gokarts auch nicht sitzen, das macht der Rücken nicht mit“, sagt Scaramella und lacht. Dennoch war es für ihn längst nicht die erste Spritztour: Seit 15 Jahren nennt er ein Gokart sein eigen, das für den Verkehr zugelassen ist. Wegen der kompakten Größe sei vorsichtiges Fahren im Straßenverkehr sehr wichtig. „Die Fahrzeuge sind gefährlicher als Motorräder, weil sie so klein und deshalb viel leichter übersehen werden.“ Passiert sei bei der jüngsten Aktion nichts. Grundsätzlich dürfen Gokarts auch auf öffentlichen Straßen fahren, sofern die kleinen Flitzer eine Straßenzulassung haben. Wer ohne Zulassung auf einer öffentlichen Straßen fährt, der riskiert laut Bußgeldkatalog eine Zahlung von mindestens 70 Euro. Dazu gibt es einen Punkt in Flensburg.

Ob sie mit ihren Gokarts noch mal kostümiert in der Gegend zu sehen sind, wisse er noch nicht, sagt Scaramella. Vorerst sei aber keine Wiederholung geplant. „Vielleicht irgendwann im nächsten Jahr.“

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