Hohenlimburg

„Jude“ auf Ladenscheiben geritzt – Das sagen die Händler

Das Schmuckgeschäft Terlau in der Hohenlimburger Innenstadt ist ebenfalls von den Ritzereien betroffen.

Das Schmuckgeschäft Terlau in der Hohenlimburger Innenstadt ist ebenfalls von den Ritzereien betroffen.

Foto: Mike Fiebig

Hohenlimburg.   Der Staatsschutz hat Ermittlungen in der Hohenlimburger Innenstadt aufgenommen. Es geht um Schriftzüge auf Schaufensterscheiben.

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Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurden an vier Geschäften in Hohenlimburg die Schaufenster zerkratzt und in zwei Frontscheiben von Geschäften dabei der Schriftzug „Jude“ eingeritzt.

Unbekannte beschädigten Scheiben eines Juweliergeschäftes, eines Bekleidungsgeschäftes, eines Schuhladens sowie eines Kreativmarktes in der Freiheitstraße mit einem spitzen Gegenstand oberflächlich. Einen Bezug zu Inhabern oder Angestellten der Geschäfte besteht nach Einschätzungen der Polizei nicht.

Bei den betroffenen Ladenbetreibern hinterlässt die Aktion dennoch einen mehr als bitteren Beigeschmack. „Ich denke nicht, dass diese Aktion etwas mit den Menschen zu tun hat, die in unserem oder den anderen Geschäften arbeiten“, sagt Jann Hackenberg aus dem betroffenen Juwelier-Geschäft Terlau. „Aber jemand, der so etwas tut, handelt dennoch in feindseliger Absicht“, so Hackenberg. Als Gesellschaft dürfe man solche Dummheiten nicht einfach so stehen lassen und müsse sich dagegen erheben.

Weitere Läden sind betroffen

Auch in die Schaufensterscheibe des benachbarten Kreativmarktes wurde etwas geritzt. Ob es sich in diesem Fall aber um das Wort „Jude“ handelt, ist bei Betrachtung des Schadens schwer zu sagen. „Ich versuche, den Schaden über die Versicherung beheben zu lassen“, sagt Inhaberin Bettina Bechte. Als der Laden vor zwei Jahren einzog, habe es bereits einen Schaden an der Schaufensterfront gegeben.

Beschädigt wurde auch die Schaufensterscheibe des Schuhauses Mevissen. Der Austausch der Scheibe steht hier aber nicht zu Diskussion, erklärt Inhaberin Ayse Kücük. Ein Schriftzug ist hier nicht zu erkennen.

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