Industrie

Hohenlimburg: Zukunftskonzept für Federnwerk in Oege?

Das Federnwerk von Thyssenkrupp in Oege steht erneut auf dem Prüfstand.

Das Federnwerk von Thyssenkrupp in Oege steht erneut auf dem Prüfstand.

Foto: Marcel Krombusch / Westfalenpost

Hohenlimburg.  Sorge um die Zukunft der Federnwerke von thyssenkrupp in Hohenlimburg. Heute legt die Geschäftsführung dem Aufsichtsrat ein „Zukunftskonzept“ vor

Wie geht es weiter mit dem Federnwerk von Thyssenkrupp an der Oeger Straße? Bei der Belegschaftsversammlung am gestrigen Dienstag wurde deutlich: Die Unsicherheit ist groß. „Es kamen viele Fragen der Kollegen, ob und wie es am Standort weitergeht“, so Thomas Oberste-Lehn, Vorsitzender des Betriebsrates. „Die Sorgen sind da – und konnten auch noch nicht komplett beruhigt werden.“

Produktion auf dem Prüfstand

Vor knapp einer Woche kündigte die Unternehmensführung in Essen an, dass unrentable Geschäftsbereiche auf den Prüfstand gestellt werden sollen – darunter die Komponentensparte Federn und Stabilisatoren. Zwar handelte es sich gestern um eine ordentliche Versammlung der Belegschaft, die lange vor der Ankündigung aus Essen geplant war. „Aber die Zukunft des Standortes war natürlich dominantes Thema – denn da brennt die Lage.“

Die Zuversicht, das Federnwerk in Oege halten zu können, ist da. „Wir sehen den Standort sanierungsfähig und arbeiten schon länger mit der Geschäftsführung an tragfähigen Zukunftskonzepten“, so Oberste- Lehn. Das Ergebnis stellt die Geschäftsführung heute bei einer Sitzung des Aufsichtsrat in Essen vor. Es solle den Fortbestand von Federn und Stabilisatoren in Deutschland sichern. Genaue Details zu den Inhalten des Konzeptes könne er nicht geben. „Wir haben Optimierungspotenziale aufgezeigt, die sich in dem Konzept wiederfinden – und nach der Aufsichtsratssitzung wissen wir mehr“

Auf Anfrage betont Thyssenkrupp, dass es in der Sitzung um Zukunftsperspektiven für die ganze Federngruppe gehen soll. „Dem Aufsichtsrat werden deshalb verschiedene Konzepte vorgestellt“, so ein Sprecher der Komponentensparte des Konzerns. Eine finale Entscheidung gebe es heute aber noch nicht. Der Geschäftsbereich Federn und Stabilisatoren stehe seit kurzem unter besonderer Beobachtung des Konzerns, da der Bereich zuletzt deutlich negative Zahlen geschrieben habe. Ein tragfähiges Zukunftskonzept sei daher wichtig. Das Ziel sei es, die Federn- und Stabilisatoren Gruppe mit einem verbesserten Produktportfolio so schnell wie möglich aus der Verlustzone herauszuführen. „Der Handlungsdruck ist da“, betonte der Sprecher. Im nächsten Schritt gehe es darum, dass der Aufsichtsrat die Konzepte prüfe und eine Einigung über das beste Konzept für den Geschäftsbereich erzielt werde.

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