Politik

Hohenlimburger Fußgängerzone: Verkehr sorgt für Diskussionen

Wie können Falsch-Fahrer und Falsch-Parker in der Hohenlimburger Freiheitstraße zur Ordnung gerufen werden? Ein Arbeitskreis soll Vorschläge von Polizei und Ordnungsamt diskutieren. Wer in dem Arbeitskreis sitzen soll, sorgt für Diskussionen.

Wie können Falsch-Fahrer und Falsch-Parker in der Hohenlimburger Freiheitstraße zur Ordnung gerufen werden? Ein Arbeitskreis soll Vorschläge von Polizei und Ordnungsamt diskutieren. Wer in dem Arbeitskreis sitzen soll, sorgt für Diskussionen.

Foto: Volker Bremshey

Hohenlimburg.   Viele Verkehrsverstöße in der Fußgängerzone: Warum die „Bürger für Hohenlimburg“ für Lösungsvorschläge nicht lokale Händler einbeziehen wollen

Wenn es nach dem Willen der Bürger für Hohenlimburg geht, soll die Werbegemeinschaft (WGH) nicht an einem Arbeitskreis für eine neue Verkehrsregelung der Innenstadt mitwirken. Die Fraktion hatte ihren Protest in der Bezirksvertretung signalisiert und äußert sich nun in einer Stellungnahme zu den Gründen. Darin heißt es: „Aus einer Stellungnahme der Werbegemeinschaft geht klar hervor, dass eine Eindämmung des motorisierten Individualverkehrs nicht gewünscht wird.“ Damit spreche sich die Werbegemeinschaft gegen den Wunsch aus, rechtswidrigen Autoverkehr in der Fußgängerzone zu unterbinden – und stimme daher mit dem Ziel des Arbeitskreises von vornherein nicht überein. Eine Teilnahme der WGH am Arbeitskreis sei daher „nicht zielführend“.

Auch der Vorschlag zur Zusammensetzung des Arbeitskreises per se wird kritisiert. Dieser sehe nicht vor, etwa Seniorenbeirat und Innenstadt-Anwohner ohne Ladengeschäft einzubeziehen. „Insofern ergibt sich für uns leider die Perspektive, dass in dem Arbeitskreis nicht primär das Ziel verfolgt werden wird, den Verkehr einzudämmen und die Fußgänger besser zu schützen.“

Unverständnis bei WGH

Die Werbegemeinschaft reagiert mit Unverständnis. „Warum wir, die täglich mit dem Innenstadtbereich zu tun haben, nicht am Entscheidungsprozess beteiligt werden sollen, ist nicht nachvollziehbar“, so Ulrich Elhaus, stellvertretender Vorsitzender der Werbegemeinschaft. „Es ist bekannt, dass wir eine Befahrbarkeit der Innenstadt wollen. In welcher Form so etwas möglich ist, gilt es zu diskutieren.“ In dem Zusammenhang verweist Elhaus auf das Ziel eines „Shared Space“-Modells für die Innenstadt. „Dieses Ziel betonen auch die Bürger für Hohenlimburg bis heute auf ihrer Internetseite.“

Unfall löst Debatte aus

Nachdem im Mai auf dem Neuen Markt ein Kind gestürzt und von einen anfahrenden Pkw leicht verletzt wurde, steht das bestehende Fahrverbot in der Innenstadt auf dem Prüfstand. Um Verstöße einzudämmen, forderten die Fraktionen Bürger für Hohenlimburg, CDU und SPD zunächst Poller an zwei Einbiegungen in die Freiheitstraße. Die Idee stieß besonders bei ansässigen Ladenbesitzern auf Unmut und auch der zuständige Fachbereich der Verwaltung riet von dieser Lösung ab.

Nun soll ein Arbeitskreis über neue Möglichkeiten debattieren, um die Verstöße zu vermeiden. Die Grundlage sollen Ordnungsamt und Polizei erarbeiten.

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