Handwerk

Hohenlimburgerin Fabienne Dewenter ist Bestmeisterin

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (l.), Fabienne Dewenter, Kammer-Präsident Berthold Schröder (M.) und Vize-Präsident Klaus Feuler.

Foto: Peter Lessmann

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (l.), Fabienne Dewenter, Kammer-Präsident Berthold Schröder (M.) und Vize-Präsident Klaus Feuler. Foto: Peter Lessmann

Hohenlimburg/Dortmund.   Insgesamt 108 Frauen und 340 Männer haben bei der Handwerkskammer im vergangenen Jahr ihre Meisterprüfung abgelegt.

Ein neuer Erfolg für Fabienne Dewenter: Die Hohenlimburgerin hat nun nicht nur ihren Meisterbrief im Friseurhandwerk in der Tasche, sondern sie gehört zu den 23 besten Jungmeistern aller Handwerke im gesamten Zuständigkeitsbereich der Handwerkskammer Dortmund. Sie wurde jetzt in Dortmund in Anwesenheit von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Kammerpräsident Berthold Schröder als „Bestmeisterin“ ausgezeichnet. Ein Prädikat, das sie sich durch ihre besonderen Leistungen in der Meisterprüfung erarbeitet hat.

Die WESTFALENPOST hat den Weg der 22-Jährigen schon länger begleitet. Sowohl den beruflichen als Friseurin als auch den privaten als Sängerin. Als Abiturientin ist sie durchaus eine Seltenheit im Friseurhandwerk. Eigentlich wollte sie als Kind und Jugendliche nicht in die Fußstapfen ihrer Mutter Angelika Lepak-Dewenter treten, die an der Boeler Straße einen Friseursalon hat. Doch mit dem Abi in der Tasche wollte sie dann doch etwas Praktisches machen und begann die Ausbildung im Salon ihrer Mutter. Mit großem Erfolg.

Zeug zum Aushängeschild

Vor zwei Jahren hatte die WP über ihre besonderen Leistungen beim Leistungswettbewerb der Handwerkskammer und ein daraus folgendes Stipendium berichtet. Und auch das Zeug zum Aushängeschild für ihre Zunft hat sie: Fabienne Dewenter - auch darüber hat die WP berichtet - hatte sich im vergangenen Jahr am Wettbewerb „Germanys Power People“ beteiligt, bei dem unter anderem mit einem Fotoshooting Deutschlands attraktivste Handwerkerinnen und Handwerker gesucht wurden. Auch wenn es am Ende dort nicht zu einem Titel reichte (siehe Zweittext), ihre fachliche Güte hat die Hohenlimburgerin nun mit dem Titel „Bestmeisterin“ unter Beweis gestellt.

Zur Einordnung: Insgesamt 108 Frauen und 340 Männer haben bei der Handwerkskammer im vergangenen Jahr ihre Meisterprüfung abgelegt. Von den 448 Jungmeistern wurden nur 23 zu Bestmeisterin gekürt, darunter sieben Frauen — und eine davon ist Fabienne Dewenter. Sie freute sich, den Meisterbrief aus den Händen von Ministerpräsident Laschet („Der Meistertitel ist ein international angesehenes Gütesiegel für ausgezeichnete fachliche Fähigkeiten“) und Handwerkskammerpräsident Berthold Schröder („Das Ausbildungssystem mit dem Meister an der Spitze muss erhalten bleiben“). Den „kleinen“ Brief erhielt sie bereits im vergangenen Jahr per Post, jetzt gab es den großen in DIN A3. Und natürlich separat die Auszeichnung als Bestmeisterin. „Diese sieht aus wie ein goldener Meisterbrief. Dafür brauchen andere 50 Jahre. Das macht mich schon stolz“, so Fabienne Dewenter.

Wie geht es denn nun für Fabienne Dewenter weiter? Ihren Meister hat sie in der Tasche und auch den Make-up-Artisten, den sie im Januar gemacht hat. Sie wird zunächst bei ihrer Mutter Angelika Lepak-Dewenter im Salon an der Boeler Straße weiter arbeiten. „Dann schauen wir mal, was die Zukunft so bringt. Den Betriebswirt zu machen wäre noch möglich. Oder als Dozentin zu arbeiten.“ Aber sie ist ja noch jung, hat die ganze Zukunft noch vor sich.

Singen großes Hobby

Neben ihrem Beruf ist das Singen ein großes Steckenpferd von ihr. Seit ihrem 14. Lebensjahr singt sie in verschiedenen Bands, 2013 hat sie den Karaokewettbewerb beim Hohenlimburger Stadtfest gewonnen. Derzeit singt sie mit der Band „Verwandt“ oder zusammen mit Dirk Esser als Duo „Fabiego“. Aber auch solo stellt sie ihre starke Stimme unter Beweis. „Das wird bestimmt ein ganz tolles Jahr“, so Fabienne Dewenter.

Hagener auf gutem dritten Platz

Der Hagener Kfz-Mechatroniker Nils Kamperdick (Azubi bei Katrin und Andreas Richstein) hat ebenfalls am Nachwuchs-Handwerker-Wettbewerb „Germanys Power People“ teilgenommen. Er hatte es in die Runde der letzen Zwölf geschafft und ziert den August im aktuellen Handwerker-Kalender (WP berichtete).

Zum Titel reichte es am Ende nicht. Bei der Endausscheidung in München erreicht er jetzt aber den guten Platz 3. Mister Handwerk 2018 ist der 17-jährige Konditor David Kunkel aus Ingelheim/Rhein.

Ramona Brehm ist „Miss Handwerk“

Einmal pro Jahr schreibt das Handwerksblatt den Wettbewerb „Germanys Power People“ aus. Hier werden für den Handwerkskalender zwölf Frauen und zwölf Männer gesucht, denn jedes Kalenderblatt hat eine Vorder- und eine Rückseite. Insgesamt gab es deutschlandweit 120 Bewerber aus allen Fachsparten des Handwerks. Fabienne Dewenter hat es in den Kalender 2018 geschafft, ihr Bild wird den Monat Oktober zieren. Jeweils sechs Frauen und Männer wurden für die Wahl zur „Miss Handwerk“ und „Mister Handwerk“ nach München eingeladen. 1,6 Millionen User stimmten online ab. Hier war Fabienne Dewenter nicht dabei. Siegerin wurde Ramona Brehm aus Coburg.

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