Freizeit

In Hagen werden bald weitere 19 Großliegen aufgestellt

Die erste Ruhebank wurde Anfang Juli aufgestellt.

Die erste Ruhebank wurde Anfang Juli aufgestellt.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Der Liegebank neben dem Motorradparkplatz am Hengsteysee sollen bald 19 weitere Ruhemöglichkeiten, verteilt übers Stadtgebiet, folgen.

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Neben der schon aufgestellten Sitzgelegenheit am Hengsteysee sollen weitere 19 Großliegen in Hagen platziert werden. Die meisten der ergonomisch geformten Sitzgelegenheiten aus Lärchenholz werden auf der Hagener Seite von Hengstey- und Harkortsee postiert. Ziel ist es, den Freizeitwert rund um die Gewässer zu erhöhen.

Die Idee zu den Bänken ist ein Ausfluss der Zukunftsschmieden, zu denen die Stadt vor einigen Monaten ihre Bürger eingeladen hatte, um Ideen für die Entwicklung Hagens zu sammeln. Die Liegen korrespondieren auch mit dem großen „Integrierten Handlungskonzept Grüne Infrastruktur“, in dem ein Duisburger Planungsbüro den mögliche Ausbau der touristischen Infrastruktur am Ufer von Hengstey- und Harkortsee skizziert hat.

Stege und Strandbad

Dazu gehören Stege, die von den Wegen aus ins Wasser führen sollen, ein Badeschiff, ein Strandbad, die Modernisierung des Hengsteybades und Boote mit gläsernen Böden, auf denen Schulklassen auf den See hinausfahren können. Der ebenfalls angedachte Seepark mit Skater- und Parcoursanlagen, einem Spielplatz, Gärten und Grillwiesen könnte, wenn überhaupt, nur in abgespeckter Form realisiert werden, seitdem die Deutsche Bahn das Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs mit einem Umspannwerk bebauen will.

Ohnehin können diese und viele weitere Vorschläge zur Verbesserung der Freizeitmöglichkeiten an den Seen nur realisiert werden, wenn der Regionalverband Ruhr bei der Finanzierung hilft und auch andere Behörden Fördermittel bereit stellen. Im Hagener Rathaus ist man froh, mit den Großliegen, von denen jede immerhin gut 2000 Euro kostet, einen Anfang gemacht zu haben: „Man muss auch einfach mal etwas im Kleinen umsetzen“, sagte Oberbürgermeister Erik O. Schulz: „Das bedeutet ja nicht, dass man eine fundierte, langfristige Planung nicht braucht.“

Gesträuch und Gestrüpp

Die Bürger im Hagener Norden beobachten die Entwicklung genau. Schließlich hatte der Hengsteysee seine Erholungsfunktion schon einmal verloren, nachdem die Behörden eine grüne Wand aus Gesträuch und Gestrüpp, die jeden Blick aufs Wasser verwehrte, am Ufer hatten emporschießen lassen. Erst nach Protesten aus Bevölkerung und Politik ließ der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) Anfang dieses Jahres Lücken in das Bollwerk schneiden. „Wenn jetzt am Seeufer weitere Großliegen postiert werden, muss es natürlich freie Sicht aufs Wasser geben, sonst macht eine solche Investition ja überhaupt keinen Sinn“, so Bezirksbürgermeister Heinz-Dieter Kohaupt, der für einen Kompromiss zwischen Umweltschutz und Freizeitförderung plädiert.

Als erfreuliche Begleiterscheinung bewertet er, dass die Anfang Juli neben dem Motorradparkplatz aufgestellt Liege bislang weder von Schmierfinken besprüht noch von Vandalen zerstört worden sei.

>>Hintergrund: Hier werden die Großliegen aufgestellt

  • Am Hagener Ufer von Hengstey- und Harkortsee sollen weitere elf Großliegen aufgestellt werden: eine weitere unmittelbar neben dem Motorradparkplatz an der Dortmunder Straße, zwei am Uferweg zwischen Parkplatz und Freibad Hengstey, zwei zwischen Freibad und Laufwasserkraftwerk, eine oder zwei am Haus Baukey/Harkortsee, am Waldrand nördlich des Wasserschlosses Werdringen, am Waldrand östlich von Haus Baikey sowie am Beginn der Allee, die zum Wasserschloss Werdringen führt.
  • Außerhalb der beiden Stauseen werden acht weitere Großliegen platziert: je zwei in den Volmeanlagen in der Stadtmitte, im Lennepark in Hohenlimburg, im Ennepepark in Haspe sowie an einem noch festzulegenden Ort in Eilpe bzw. Dahl.

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