Gastronomie

Hohoffs: Vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet

Seit dem 1. Mai ist das Edel-Steakhaus Hohoffs 800 Grad auf dem Elbersgelände geschlossen.

Seit dem 1. Mai ist das Edel-Steakhaus Hohoffs 800 Grad auf dem Elbersgelände geschlossen.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.  Gegen die Hohoffs 800 Grad Hagen GmbH ist das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet worden. Das Edel-Steakhaus ist seit dem 1. Mai geschlossen.

Neuigkeiten zum geschlossenen Edel-Steakhaus Hohoffs 800 Grad auf dem Elbersgelände: Über das Vermögen der im Amtsgericht Recklinghausen eingetragenen Hohoffs 800 Grad Hagen GmbH – vertreten durch den Geschäftsführer Michael Hohoff – ist vom Insolvenzgericht (eine Abteilung des Hagener Amtsgerichts) das Insolvenzeröffnungsverfahren angeordnet worden.

Vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Dirk Andres mit Sitz in Hagen bestellt. Vor der Restaurant-Schließung von der Hohoffs 800 Grad Hagen GmbH ausgegebene Gutscheine dürfen nun nicht mehr eingelöst werden, so Thomas Feldmann, Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters, da sie eine Insolvenzforderung darstellen.

Fristlos gekündigt

Rückblick: Vor gut drei Wochen – am 1. Mai – hatte die Firma Hagenpeg als Vermieter des Nobel-Restaurants bei Elbers seinem Mieter Hohoff fristlos gekündigt. Grund, so Hagenpeg, seien Mietrückstände im sechsstelligen Bereich. Außerdem wurde dem Mieter das Vermieterpfandrecht ausgesprochen, sprich, man will im Zweifel Einrichtungsgegenstände pfänden lassen. Ein Sicherheitsdienst bewachte Anfang Mai die Immobilie, in der das exklusive Restaurant samt Bar beheimatet war; die Schlösser ließ Vermieter Hagenpeg austauschen.

Für das Edel-Steakhaus suche man nun zeitnah (nach einigen baulichen Veränderungen) einen neuen Betreiber, so Christian Isenbeck, Mit-Geschäftsführer der Elbershallen.

Aber zurück zum Insolvenzeröffnungsverfahren: Das endgültige Insolvenzverfahren wurde bislang noch nicht eröffnet, teilt Alexandra Bubenzer, Sprecherin des Amtsgerichts Hagen, auf Nachfrage unserer Zeitung mit, allerdings seien vorläufige Sicherungsmaßnahmen mit dem Ziel, die Insolvenzmasse zu sichern, ergriffen worden. Sprecherin Bubenzer weiter: „Der vorläufige Insolvenzverwalter hat nun alle Zügel in der Hand.“

Heißt: Der vorläufige Insolvenzverwalter Andres darf das Bankguthaben und sonstige Forderungen einziehen sowie eingehende Gelder entgegennehmen.

Thomas Feldmann, Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Andres, erläutert auf Nachfrage unserer Zeitung: „Aufgrund des Insolvenzeröffnungsverfahrens können von der Hohoffs 800 Grad Hagen GmbH ausgegebene Gutscheine nicht mehr eingelöst werden, denn sie sind eine Insolvenzforderung.“

Auch die Familie Hohoff äußert sich zum Einlösen der Gutscheine und lässt über Meline Ebbinghaus, Mitarbeiterin der Hohoffs-Marketingabteilung, mitteilen: „Die Wertgutscheine (schwarze Guthaben-Karten) können weiterhin bei ,Hohoffs Augenlust & Tafelfreuden’ sowie im Café ,Snice’ in Waltrop eingelöst werden.“

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