Basketball

Ischelandhalle: Aufbruch in neue Dimension

Breiter, höher, weiter: die „Ische XXL“.

Breiter, höher, weiter: die „Ische XXL“.

Foto: WP Michael Kleinrensing

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Ischeland. „Ische XXL“ – breiter, höher, weiter. Elf Wochen vor dem geplanten Fertigstellungstermin lassen sich die eindrucksvoll-großzügigen Dimensionen der künftigen Hagener Vorzeige-Sportstätte für mehr als 3000 Zuschauer bereits erahnen.

Seit im Februar die Handwerker das Regiment übernahmen, läuft der Wettlauf gegen den Terminkalender. Am Sonntag, 31. Oktober (17 Uhr), möchten dort die Basketballer von Phoenix Hagen zur ersten echten Heimpremiere der Bundesliga-Saison 2010/11 die Gäste aus Ludwigsburg bezwingen. Und Christine Grebe, städtische Koordinatorin des Großprojektes, bleibt voller Optimismus dabei: „Wir schaffen das!“ Zuversicht, die Architektin Margitta Neuhaus (Büro Schmahl + Gerigk) uneingeschränkt teilt: „Am 29. Oktober geht hier die Putzkolonne raus.“

Kostenrahmen von 8,7 Millionen Euro soll gehalten werden

Dabei erwartete die Handwerker aus mehr als 30 Gewerken bei der Demontage der alten Ischelandhalle, die im Januar 1966 eröffnet wurde, durchaus auch Unvorhergesehenes. Während beim Beton vor mehr als vier Jahrzehnten eher geklotzt wurde, musste bei der Haustechnik reichlich nachgebessert werden, was im ursprünglichen Kostenplan nicht auftauchte. „Da sind wir teilweise brutal überrascht worden“, lässt Architektin Margitta Neuhaus die vergangenen Wochen Revue passieren. „Doch wir haben immer wieder Möglichkeiten gefunden, entstehende Mehrkosten an anderer Stelle einzusparen“, versichert Frau Grebe, dass der Kostenrahmen von 8,7 Millionen Euro gehalten werden kann und lobt gleichzeitig das perfekte Miteinander der beteiligten Firmen. Inzwischen wurden sämtliche Eventualitäten gecheckt, und die Aufgaben- und Termintaktung für die letzten Wochen des Projektes steht.

So ist neben den Rohbauarbeiten die Installation der Lüftungstechnik inzwischen nahezu abgeschlossen. Die ehemaligen Außenwände an den Kopfseiten wurden bereits abgerissen, so dass ein Blick von den angesetzten Seitentribünen quer durch die Halle ein erstes Gefühl für die künftige Atmosphäre in der Halle vermittelt. In diesen Bereichen sind auch schon die Heizstrahlelemente montiert, in der kommenden Woche folgt die Beleuchtung. Die gesamte in der Decke installierte Technik wird künftig auch nicht mehr hinter hölzernen Verkleidungen verschwinden, da diese immer ein zusätzliches Brandrisiko bedeuteten. Stattdessen wird hier jetzt das stählerne Deckentragwerk, das mit einer neuen Schutzfarbe versehen wurde, die Optik dominieren.

Die völlig neu entstandene Gegentribüne, die bei Phoenix-Heimspielen den VIP-Gästen vorbehalten bleibt, wird ab Montag an die „Ische XXL“ angebunden. Die einstige Außenwand ist gerade gefallen. Hier ist jetzt auch das Dach endgültig geschlossen worden, so dass die Trockenbauer durchstarten können. Auch das neue Treppenhaus mit dem Aufzugschacht steht bereits. Der eigentliche Lift, der über den verglasten Spielereingang zu erreichen sein wird, folgt in drei Wochen. Parallel bekommt die Sporthalle, die durch ihre neuen Falt-Trennwände auch künftig von drei Schulklassen gleichzeitig genutzt werden kann, in den nächsten Wochen ihre neue Fassadenverkleidung. Dabei handelt es sich um ein Sandwich-Paneelsystem, in das die Dämmung gleich integriert ist.

Alter Ische-Parkettboden wird wieder genutzt

Außerdem brauchen die Dachdecker dringend noch ein paar trockene Tage, um die erst zur Hälfte erledigte energetische Sanierung des Daches vollenden zu können.

Denn unter dem Innenraum-Gerüst, das am 9. September endgültig abgebaut werden soll, liegt noch immer der vertraute Ische-Parkettboden, der auch künftig wieder genutzt werden soll. Dieser war bei einem Gewittersturm im Juli schon einmal nass geworden, so dass 200 Quadratmeter des hölzernen Belags noch ausgetauscht werden müssen. Eine jener unvorhergesehenen Überraschungen, auf die die städtische Projektleiterin Karola Becker beim Einbiegen auf die Zielgerade gut verzichten könnte.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (10) Kommentar schreiben