Großreinemachen

Jetzt wird Altenhagen vom Müll befreit

Der Friedensplatz in Altenhagen wird als illegale Müllhalde missbraucht.

Der Friedensplatz in Altenhagen wird als illegale Müllhalde missbraucht.

Foto: WP Michael Kleinrensing

Altenhagen.   Zwei Monate nach dem Großreinemachen in Wehringhausen will die Stadt nun in Altenhagen den Besen ansetzen.

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Zwei Monate nach dem Großreinemachen in Wehringhausen will die Stadt nun in Altenhagen den Besen ansetzen: Vom 26. bis 30. September soll der Stadtteil von 25 Mitarbeitern des Entsorgungsbetriebes (HEB), des Wirtschaftsbetriebes (WBH) und der Gebäudewirtschaft (GWH) durchforstet, entrümpelt und gesäubert werden. „Es ist wohl jedem klar, dass mit einer solchen Aktion kein nachhaltiger Erfolg zu erzielen ist“, so Oberbürgermeister Erik O. Schulz, der sich an die Spitze der Mission Sauberkeit gesetzt hat: „Aber wir können lernen, wie und wo wir besser werden müssen. Und es ist mir wichtig, den Bürgern zu zeigen, dass wir sie nicht vergessen haben.“

Wie in Wehringhausen werden Fußtrupps, Klein- und Großkehrmaschinen, Trecker und Kolonnenfahrzeuge fünf Tage lang durch die Altenhagener Straßen ziehen, um alle öffentlichen Bereiche großflächig zu reinigen. Breite Gehwege werden mit einem speziellen Besen gesäubert. „Wir reinigen Straßen, Wege und Plätze, aber auch Pflanzbeete und Grünflächen“, kündigte HEB-Chef Herbert Bleicher an, bei dem neben Elke Kramer, Büroleiterin des Oberbürgermeisters, die Fäden zusammenlaufen. Eine enge Abstimmung aller beteiligten Behörden wird auch nötig sein, zumal das Ordnungsamt und die Polizei die Aktion mit Streifenfahrten, Intensivkontrollen und der Ermittlung von „Müllferkeln“ unterstützen. „Um mehr Sauberkeit zu erzielen, werden wir die Kräfte bündeln“, so Elke Kramer.

Unrühmlicher Ruf

Ebenso wie in Wehringhausen gelten auch in Hagen manche Straßenzüge als soziale Brennpunkte. Der zentrale Friedensplatz hat sich den unrühmlichen Ruf als schmutzigster Ort in ganz Hagen erworben, wird hier doch Nacht für Nacht zentnerweise illegaler Müll abgeladen. Angela Brettschneider vom katholischen Sozialraumprojekt „Focus“ in der Friedensstraße kennt die Problematik: „Viele Alteingesessene Altenhagener sind frustriert. Wir haben selbst schon einmal ein Sauberkeitsprojekt angestoßen.“ Es sei eine immense Herausforderung, den Stadtteil dauerhaft auf Vordermann zu bringen.

Oberbürgermeister Schulz geht es darum, mit der Aktion, die den Titel „Ja, sauber! Altenhagen“ trägt, zunächst ein Signal setzen. Dass bei der Vorgänger-Kampagne in Wehringhausen 20 Tonnen Abfall gesammelt worden seien, habe deutlich gemacht, dass Bedarf für eine konzertierte Aktion bestehe: „Ebenso wichtig ist es, dass wir die Bürger mitnehmen.“ Auf seiner Sommertour durch die Stadtteile habe er oft den Satz gehört: „Wir sind so froh, dass ihr uns nicht vergesst.“ Die Frage, ob Wehringhausen oder Altenhagen schmutziger sei, wollte Schulz nicht beantowrten: „Wir wollen ja keine Abwärtsspirale in Gang setzen.“

Vielleicht kann die Aktion ein Stück dazu beitragen, dass Altenhagen in Zukunft weniger Müll-Schlagzeilen produziert.

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