Juwelierkette

Juwelier Christ behält Sitz in Hagen: „Optimaler Standort“

Die Zentrale der Juwelier-Kette Christ in Hagen-Bathey.

Die Zentrale der Juwelier-Kette Christ in Hagen-Bathey.

Foto: Christ

Hagen.  Bekenntnis zu Hagen: Christ hat den Mietvertrag der Deutschland-Zentrale in Bathey verlängert. Warum man einen anderen Kurs fährt als Douglas.

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Das Juwelierunternehmen Christ bleibt Hagen treu. „Wir haben einen neuen Mietvertrag unterzeichnet“, so Christ-Chef Stephan Hungeling gegenüber der WESTFALENPOST. Der gelte auf jeden Fall bis zum Jahr 2026, habe aber eine Option auf eine weitere Verlängerung.

Seit beinahe zwei Jahrzehnten ist die Unternehmenszentrale der „Christ Juweliere und Uhrmacher GmbH“, deren Wurzeln bis ins Jahr 1863 reichen, in Hagen beheimatet. Die Douglas-Holding hatte 1997 die Mehrheit ans Christ übernommen und den Sitz nach Bathey verlegt. 2014 wurde Christ wieder von Douglas verkauft. Doch während der Parfümerie-Riese seine Zentrale inzwischen mit dem Verweis auf fehlende Onlinehandel-Experten in Hagen nach Düsseldorf verlegt hat, schlägt Christ-Chef Stephan Hungeling ganz andere Töne an.

Während andere Unternehmen dem Wirtschaftsstandort Hagen den Rücken kehrten, bekenne sich Christ mit einem neuen Mietvertrag und Investitionen in die Räumlichkeiten zum heutigen Standort. „Die gute logistische Anbindung, die attraktiven Wohnstädte in der Umgebung und die Nähe zum Technologiestandort Phönixsee in Dortmund schaffen optimale Rahmenbedingungen für unser weiteres Wachstum“, erklärt Hungeling.

Experten sind zu finden

Zu den attraktiven Wohnstädten zählt Hungeling ganz klar auch Hagen, genauso wie Wetter oder Herdecke. Und am Phönixsee säßen eben die neuen IT-Firmen, mit denen Christ bei der Ausweitung des Online-Handels eng zusammenarbeite. „Auch die Nähe zur Technischen Universität Dortmund trägt zur starken Zukunftsfähigkeit der Bereiche E-Commerce und IT bei“, sagt der Christ-Geschäftsführer.

Dass es hier in der Region nicht möglich sei, die notwendigen E-Commerce-Experten zu finden, kann Stephan Hungeling nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil: „Wir merken, dass es uns in jüngster Zeit leichter fällt, gute Leute für unser Unternehmen zu begeistern.“

Der Abbau von rund 100 Arbeitsplätzen, der im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt hat, ist wie geplant durchgezogen worden. „Das war ein notwendiger Schritt, um den notwendigen Wandel zum stärkeren digitalen Handel zu schaffen“, sagt Stephan Hungeling. „Aber inzwischen bauen wir eher wieder Arbeitsplätze in diesem Wachstumsbereich auf.“ Abgesehen von Vertrieb und Logistik sind alle Unternehmensfunktionen und damit rund 200 Mitarbeiter in der Zentrale in Hagen ansässig.

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