Umwelt

Kein Geld für Förderung der Artenvielfalt in Hagen-Boele

Ein gutes Beispiel zur Förderung der Artenvielfalt -

Ein gutes Beispiel zur Förderung der Artenvielfalt -

Foto: Michael Kleinrensing

Boele.   Die Bezirksregierung Nord lobt das Hagener Natur-Projekt, hat aber ihr jährliches Budget bereits verplant.

Die Bezirksvertretung (BV) Nord wird sich – jedenfalls vorerst – nicht an dem von Umweltdezernent Thomas Huyeng angeregten Programm zur Förderung der Artenvielfalt in Hagen beteiligen.

Geld bereits verplant

Der Grund: Das Geld, das der BV jährlich zur Verfügung steht, ist bereits verplant. „Wir haben keine Haushaltsmittel mehr“, sagte Bezirksbürgermeister Heinz-Dieter Kohaupt, der betonte, dass man dem Programm allerdings grundsätzlich positiv gegenüber ­stehe.

Zudem forderten die Bezirksvertreter die Stadtverwaltung auf, eine Liste mit Grünflächen im Hagener Norden vorzulegen, die langfristig als grüne und nachhaltige Flächen lebendig und vielfältig entwickelt werden könnten. Dabei sollten vor allem Aspekte der Nachhaltigkeit und der Biodiversität im Vordergrund stehen, waren sich die BV-Mitglieder einig.

Plan: Fünf Bezirksregierungen sollen sich beteiligen

Umweltdezernent Huyeng hatte angeregt, dass sich alle fünf Hagener Bezirksvertretungen mit jeweils 5000 Euro an Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt beteiligen sollten. Konkret vorgeschlagen hatte er 200 Selbstbausätze für Insektennisthilfen (7600 Euro), 200 Insektennistwände (9.600 Euro), 40 Insektennisthölzer aus Hartholz (1480 Euro), 110 Nisthöhlen für Kleinvögel (2750 Euro), Samenmischungen für 5000 Quadratmeter insektenfreundliche Pflanzenmischung (1800 Euro) sowie Samenmischungen für 3000 Quadratmeter Bienenweide (1800 Euro).

Zur Begründung hieß es, Hagen solle dem Verlust an biologischer Vielfalt aktiv entgegensteuern.

Auch kleine Aktionen wichtig

Der Natur helfen würden nicht nur groß angelegte Maßnahmen wie die Extensivierung landwirtschaftlicher Flächen oder eine tierfreundliche Gebäudesanierung mit begrünter Hausfassade, sondern auch kleine, einfach umzusetzende Aktionen wie das Aussäen einer Wildkräuterwiese, das Pflanzen heimischer Sträucher und Wildstauden oder das Aufhängen von Insektenhotels und Kleinvogelnisthilfen.

Dass die Bezirksvertretungen sich an der Finanzierung solcher Maßnahmen beteiligen könnten, hatte bereits der Umweltausschuss ins Spiel gebracht.

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