Wetter in Hagen

Keine neue Rekordhitze in Hagen: Juni nur etwas zu warm

09. Juni 2018, Hagen Boelerheide. Wolken schieben sich vor die Sonne nach einem Gewitter / Regen

09. Juni 2018, Hagen Boelerheide. Wolken schieben sich vor die Sonne nach einem Gewitter / Regen

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Hagen. Der Juni lag mit einer Durchschnittstemperatur von 17,1 Grad an der Sternwarte am Eugen-Richter-Turm um 0,9 Grad über dem langjährigen Mittel der Vergleichsperiode von 1981-2010. Auch gegenüber dem Mittelwert der aktuell noch gültigen internationalen Klimareferenzperiode von 1961-1990 ergab sich eine Abweichung von plus einem Grad. Das Flächenmittel im Stadtgebiet, ermittelt durch die dreizehn Wetterstationen im Verbund vom Wetternetz-Hagen, lag mit 17,8 Grad fünf Zehntel über dem NRW-Durchschnitt.

16,8 Grad waren die kühlsten Juni-Temperaturen, die auf den Dahler Höhen ermittelt wurden, am wärmsten war es hingegen im Innenstadtbereich mit 18,5 Grad. Wärmster Ort in NRW innerhalb des Messnetzes des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war Köln-Stammheim mit 19,1 Grad.

32,0 Grad waren die insgesamt höchste Temperatur, die in der Boelerheide ermittelt wurde. Im Juni stiegen die Werte ohnehin häufig über die 20 Grad-Marke. Insbesondere am Monatsanfang und um die Mitte herum wurden Sommertage (Maximum >25-Grad) registriert. Am 26. wurde bis auf die höchsten Lagen des Stadtgebietes ein heißer Tag erreicht, an dem die Temperatur die 30-Grad-Marke überschritt. NRW-weit war es am Rhein am heißesten mit bis zu 33,2 Grad. Die Nächte waren oft mild. Nur in der ersten Dekade wurden einstellige Temperaturen verzeichnet. Die tiefste Temperatur wurde am Morgen des 7. in Dahl mit 5,2 Grad gemeldet. In den klimabegünstigten Teilen des Stadtgebietes wurden bis zum Monatsende zwölf Sommertage (25 Grad und mehr) und drei heiße Tage (30 Grad und mehr) verzeichnet.

Niederschlagsdurchschnitt fast erreicht

65 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen an der Sternwarte am Eugen-Richter-Turm bedeuteten, dass im Juni der langjährige Mittelwert der Vergleichsperiode von 1981-2010 um 15 Prozent verfehlt wurde. An immerhin 15 Tagen wurde messbarer Niederschlag beobachtet. In Dahl wurde mit 71 Liter pro Quadratmeter der meiste Niederschlag im Stadtgebiet gemessen, in Boelerheide mit 47 Liter pro Quadratmeter der wenigste. In Ostwestfalen wurde mit 165 Liter pro Quadratmeter der meiste Niederschlag in NRW gemessen. Am Niederrhein wurden zum Teil nur 30 Liter erfasst.

193 Sonnenstunden bedeuteten in etwa so viel Sonne wie im langjährigen Mittel zu erwarten gewesen wäre. Das NRW-Mittel lag bei 205 Stunden mit einem Maximum von 230 Stunden im äußersten Norden des Landes. An drei Tagen gab es überhaupt keinen Sonnenschein.

81 Stundenkilometer erreichten die Spitzen-Windböen an Flugplatz in Wahl hoch über der Hasper Talsperre. An 15 Tagen wehte der Wind stark (> Windstärke 6) und an drei Tagen sogar stürmisch (> Windstärke 8). Auf dem Kahlen Asten traten mit 89 Kilometer pro Stunde die stärksten Böen in NRW innerhalb des Messnetzes des DWD auf.

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