Soziales

Kinder- und Jugendpark in Hagen-Haspe ist wieder geöffnet

Oberbürgermeister Erik O. Schulz sowie Sozialdezernentin Margarita Kaufmann eröffnen den renovierten Kinder- und Jugendpark in Haspe.

Oberbürgermeister Erik O. Schulz sowie Sozialdezernentin Margarita Kaufmann eröffnen den renovierten Kinder- und Jugendpark in Haspe.

Foto: Clara Berwe

Haspe.   Oberbürgermeister Schulz und Sozialdezernentin Kaufmann eröffneten am Donnerstag den runderneuerten Kinder- und Jugendpark in Hagen-Haspe.

Nach monatelangem Um- und Neubau feierte der Kinder- und Jugendpark Haspe am Donnerstag in Anwesenheit von Oberbürgermeister Erik O. Schulz sowie zahlreichen Familien, Kindern und Jugendlichen eine Wiederöffnung.

Ein Jahr lang war die Einrichtung geschlossen, Um- und Ausbau kostete 1,1 Millionen Euro und wurde durch zwei Sonderförderungsprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht: „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ sowie „Menschen verbinden Quartiere – Quartiere verbinden Menschen“. Das Geld akquiriert hatte der Student Michael Trampler, der vor drei Jahren ein Praktikum in der Stadtverwaltung absolvierte und damals auch für den Umbau der Lutherkirche zu einem Kindergarten 3,6 Millionen Euro nach Hagen lotste.

Kapazitäten ausgeschöpft

Der in die Jahre gekommene, 250 Quadratmeter große Kinder- und Jugendpark in Haspe platzte aus allen Nähten: Die Kapazitäten waren vollkommen ausgeschöpft, so dass eine Vergrößerung des Kinder- und Jugendzentrums um 280 Quadratmeter unabdingbar war. Während des Umbaus musste die Einrichtung schließen, da es nicht möglich war, erst den Neubau zu errichten und den Altbau dann energetisch zu sanieren. „Für uns war es ein Segen, dass der Umbau ermöglicht wurde“, sagen unisono Bettina Meuser, Erik Oettinghaus und Claudia Renkwitz, die die Kinder und Jugendlichen in der Einrichtung betreuen: „Wir haben jetzt viel mehr Räume zur Verfügung und damit bessere Bedingungen.“

Neue Fenster und Leitungen

Es wurden neue Fenster und Versorgungsleitungen eingesetzt. Der Altbaucharakter ist in Teilen erhalten geblieben – insbesondere die alte Eingangstür, die noch aufgearbeitet wird. Außerdem ist das Gebäude komplett neu möbliert worden.

Mit dem Neu- und Umbau erhält Haspe einen Quartiersmittelpunkt für Kinder und Jugendliche im Zentrum des Stadtteils. Die Einrichtung dient als ein weiteres In­strument der sozialen Integration. Insbesondere die Aufgaben der aufsuchenden Arbeit, Beratung von Zuwanderer- und Flüchtlingsfamilien, Sprachkurse, Lesungen der Literaturbotschafter sowie die Vernetzung untereinander werden hier gefördert. Das Team des Kinder- und Jugendparks Haspe erarbeitet aktuell ein neues Konzept, um die Möglichkeiten der umgebauten Einrichtung optimal nutzen zu können.

Zahlreiche Zuwanderer

Während der Antragstellung im Jahr 2016 lebten im Sozialraum Haspe-Zentrum 8095 Einwohnern, das entspricht 4,3 Prozent der Hagener Bevölkerung. Mehr als jeder zweite Einwohner hat nach wie vor eine Zuwanderungsgeschichte zu erzählen. Der Migrationsanteil im Quartier liegt mit 53,5 Prozent weit über dem gesamtstädtischen Durchschnitt von rund 36 Prozent.

Seit 2013 wächst die Einwohnerzahl im Hasper Zentrum durch Zuwanderung an. Darüber hinaus gibt es vier zentrale Unterkünfte für Flüchtlinge. Gemessen an der Summe der 3.832 Haushalte ist die hohe Dichte der Haushalte mit Kindern auffällig. In 28,4 Prozent der Haushalte leben zwei oder mehr Kinder.

Zusätzlich ist der Anteil der Alleinerziehenden mit Kindern hoch. Der Sozialraum Haspe-Zentrum zeichnet sich durch einen hohen Jugendquotienten aus. Mehr als ein Drittel der Bewohner ist unter 18 Jahre alt.

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