Schützenfest

König Mike regiert die Bauernschützen Breckerfeld

13 Kilometer durch die wunderbare Landschaft: Die Bauernschützen Breckerfeld holen König und Fähnrich vor dem Schießen ab.

13 Kilometer durch die wunderbare Landschaft: Die Bauernschützen Breckerfeld holen König und Fähnrich vor dem Schießen ab.

Foto: Michael Kleinrensing

Breckerfeld.   Auftrag erfüllt: Mike Braumann von der Bauernschaft Brenscheid regiert die Bauernschützen Breckerfeld. Neuer Fähnrich ist Colin Storm.

Es gab einen Auftrag – kurz und knapp. Und diesen Auftrag hatte der junge Mika seinem Vater am Frühstückstisch mit auf den langen Weg gegeben. „Papa, mach den König“, hatte jener Junge gesagt, der sich seit Samstagabend als Prinz Mika bezeichnen kann. Denn: Papa Mike Braumann hat den Auftrag erfüllt und seine Frau Annett zu seiner Königin gemacht. Gegen neun Bauernschützen, die sich dem Schießen gestellt hatten, setzte sich der Familienvater aus der Bauernschaft Brenscheid am Ende durch.

Allein aber ist der neue Würdenträger naturgemäß nicht. Der zweitbeste Schütze, mit dem er sich nach mehreren Stechen im Schießen auf die Scheibe ein Duell geliefert hatte, steht an seiner Seite. Colin Storm aus Berghausen heißt der neue Fähnrich, der mit Nietschke das neue Königspaar unterstützen und begleiten wird. Bereits im letzten Jahr kamen die Würdenträger aus diesen Bauernschaften – nur mit umgekehrter Rollenverteilung.

Emotionale Momente am Schießstand

Von spannenden, von sehr emotionalen Momenten berichteten die beiden neuen Würdenträger („Eine Superstimmung am Schießstand“). Und davon, wie sie ihre besseren Hälften auf das dreitägige Schützenfest vorbereitet hatten: „Dass ich mal König werden will – das ist ja schon seit drei Jahren Thema bei uns am Frühstückstisch“, sagte Mike Braumann und lächelte seine Gattin schelmisch an. – „Ich habe nur vor ein paar Tagen zu Eva gesagt – wir müssen dir noch ein Kleid kaufen“, erzählte Colin Storm.

Und das neue Outfit kam sogleich am Samstagabend beim Krönungsball im Festzelt zwischen Marktplatz und Rettungswache zum Einsatz. Das Pils floss, die Menge ließ die beiden Paare hochleben und die Stoapfälzer Spitzbuam sorgten für Stimmung bis in die Morgenstunden. „Bis 2 Uhr haben wir im Zelt gefeiert“, so Colin Storm, „danach ging es mit DJ bei uns zu Hause weiter.“ Und weiter mit einem Grinsen: „Ich möchte mich auf diesem Wege noch mal bei allen Nachbarn für den Lärm entschuldigen.“

Gottesdienst und Frühschoppen im Festzelt

Etwas ruhiger verlief der Start am Sonntag – ökumenischer Gottesdienst im Festzelt, Frühschoppen unter dem Dach des geschmückten Zeltbaus und davor. Wieder Musik, wieder Pils, wieder Emotionen.

Nicht minder gefühlsträchtig war bereits der Umzug. „13 Kilometer“, wie Dirk Kückelhaus, Vorstandsmitglied der Bauernschützen, erklärte. „Von der Innenstadt Richtung Brauck, dann nach Brenscheid, zurück zum Rathaus, über Heide nach Berghausen und schließlich zum Schießstand. Der Verlauf war super. Die Spannung beim Schießen zum Greifen. Außer den Schützen bekommt ja von den Ergebnissen niemand was mit. Wir geben lediglich durch, welche Bauernschaften noch im Rennen sind.“

Durchatmen nach den Festtagen

Die, die dieses Rennen gemacht haben, werden nach den Festtagen einmal durchatmen. Und dann startet das Programm für die neuen Würdenträger: „Das geht jetzt hoppla hopp – nächste Woche 125-Jahr-Feier in Dickenberg, am 23. Juni Schützenfest in Boele,...“

Und dann ist ja da auch noch die Wahl zur WP-Schützenkönigin, die die Bauernschützen (Ausnahme im letzten Jahr) zumindest auf lokaler Ebene oft dominiert haben.

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