Schlossspiele

Konflikt mit dem Fürsten beschert schwierige Zeiten

Elke Adomeit (re.) und Carsten Kunz (3. v. rechts) ehren mit Horst-Peter Höh, Dario Weberg, Marie-Luise Schmitt-Torka und Marita Langener (von links) jene Helfer und Organisatoren, die im Jahr 2016 einen runden Geburtstag gefeiert haben.

Elke Adomeit (re.) und Carsten Kunz (3. v. rechts) ehren mit Horst-Peter Höh, Dario Weberg, Marie-Luise Schmitt-Torka und Marita Langener (von links) jene Helfer und Organisatoren, die im Jahr 2016 einen runden Geburtstag gefeiert haben.

Foto: Volker Bremshey

Hohenlimburg.  Die Daumenschrauben, die das Fürstenhaus dem Freundeskreis Schlossspiele für das Jahr 2018 angelegt hat, bereiten dem Verein Sorgen und Probleme.

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Seit vielen Jahren lädt der Vorstand des Freundeskreises Schlossspiele als Dankeschön für die geleistete Arbeit im zurückliegenden Jahr und als Einstimmung auf die Aufgaben im anstehenden zum Helfertreffen ins Kulturzentrum Werkhof Hohenlimburg ein. Gestern stand diese Traditionsveranstaltung unter einem besonderen Schwerpunkt: die nicht unproblematischen Perspektiven des Hohenlimburger Kulturspektakels für die kommenden Jahre.

Denn Hausherr Maximilian Fürst zu Bentheim-Tecklenburg hat dem Verein, der seit mehr als sechs Jahrzehnten die Höhenburg für die Schlossspiele nutzt, für das Jahr 2018 Daumenschrauben angelegt und - wie diese Zeitung berichtete - die Möglichkeit der Schlossnutzung für den Verein dramatisch eingeschränkt.

Maximal zehn Tage ins Schloss

Nur noch für maximal zehn Tage soll der Freundeskreis den Vorhof und das ehemalige Restaurant für die Schlossspiele nutzen dürfen. Inklusive Auf- und Abbau. „Diese Vorgaben sind nicht akzeptabel und ein Verstoß gegen gültige Verträge“, machte Elke Adomeit, Geschäftsführerin des Freundeskreises, in ihrer Begrüßungsrede deutlich.

Denn seit der Jahrtausendwende hatte der Freundeskreis den Schlosshof und den Fürstensaal jährlich für jeweils 20 bis 25 Veranstaltungen an 24 Tagen nutzen können. Zusätzlich für die Proben und für erforderliche Aufbauarbeiten. Das alles soll zukünftig nicht mehr möglich sein, weil das Fürstenhaus die Höhenburg für Eventveranstaltungen und Hochzeiten vermieten möchte.

Elke Adomeit zeigte sich zum Abschluss ihrer ebenso freundlichen wie bestimmenden Worte („es sind schöne Spiele, aber auch schwierige Zeiten“) dennoch zuversichtlich. Sie machte deutlich, dass der Freundeskreis im Gespräch mit dem Fürstenhaus Kompromissbereitschaft zeige und ein Weg gefunden werde müsse, die Schlossspiele auch zukünftig in bewährter Art und Weise auf Schloss Hohenlimburg stattfinden lassen zu können. Schließlich gebe es viele gute Gründe dafür. Auch für das Fürstenhaus. So die überregionale Bedeutung der Spiele und damit verbunden der enorme Werbefaktor für das Schloss.

Elke Adomeit hob die Anerkennung hervor, die der Freundeskreis alljährlich erfahre. Sie zitierte deshalb aus einer E-Mail der Hagener Kulturdezernentin Margarita Kaufmann. Diese hatte sich im vergangenen Jahr unmittelbar nach der Schlossspielpremiere für einen wunderbaren Abend bedankt und dabei die von Dario Weberg inszenierte Aufführung Harold & Maude als auch die einmalige Atmosphäre im Schlosshof gelobt.

Weberg möchte „ToleranzLeben“

Dieses sei nur möglich, so die Kulturdezernentin, weil ein großartiger Helferkreis mit einem teilweise blinden Verständnis und einem einmalige Engagement dazu beitrage.

Dieses Team lobte gestern auch Schlossspiel-Leiter Dario Weberg, der das Motto der Spielzeit 2017 „ToleranzLeben“ und das Programm der dreitägigen Auftaktreihe im März (siehe Info-Box) der 63. Schlossspiele vorstellte. Auch er verwies auf die gewaltige Problematik. die sich durch die neuen Bedingungen für das Programm 2018 ergeben können.

Auftakt der Schlossspiele vom 24. bis 26. März

Die Jahreshauptversammlung des Freundeskreises findet Donnerstag, 16. März, im „Der Bentheimer“ statt. Beginn: 19.30 Uhr.

Die Auftaktreihe Schlossspiele 2017 im Schlossrestaurant: 24. März: Revue zum Thema „ToleranzLeben“. Beginn: 20 Uhr; 25. März: Kabarettabend mit Friedel Hiersenkötter, Beginn: 20 Uhr. 26. März: Konzertabend mit den Gebrüdern „Poweronoffs“. Beginn: 17 Uhr.

Kartenvorverkauf: Hohenlimburger Buchhandlung, Freiheitstraße 36; Lotto Marx, Möllerstraße 17. Freundeskreis Schlossspiele, 02331 / 695 88 45.

14. Juli: „Hohenlimburg singt“ auf dem Marktplatz, Beginn: 19 Uhr. 25. August bis 12. September: Schlossspiele 2017.

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