Projekt

Kreatives für Hohenlimburg gestalten

Von links:  Frank Siebel, Sarah Führt, Britta Kraft, Yvonne Löhken und Jana Bostelmann.

Foto: Lutz Risse

Von links: Frank Siebel, Sarah Führt, Britta Kraft, Yvonne Löhken und Jana Bostelmann. Foto: Lutz Risse

Hohenlimburg.   Beim AWo-Projekt „Hohenlimburg - (m)eine Heimat können Kinder und Jugendliche von 11 bis 15 Jahren in den Osterferien aktiv werden.

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Was bietet Hohenlimburg für Möglichkeiten? Was bedeutet Heimat? Hat Hohenlimburg ein Schloss? Mit diesen Fragen werden die Familienberaterinnen und Migrationsbeauftragten der Arbeiterwohlfahrt häufig konfrontiert. So gibt es in den Osterferien ein gemeinsames Projekt für Kinder und Jugendliche mit dem Namen „Hohenlimburg – (m)eine Heimat“.

In der Innenstadt stellten Britta Kraft, Yvonne Löhken (Familienberatung Hohenlimburg), Frank Siebel, Sarah Führt (beide Café Real), Jana Bostelmann (AWo-Jugendmigrationsdienst) sowie Hendrik Jostes (Öffentlichkeitsarbeit AWo) das Projekt vor. „Wir werden hier oft von Leuten angesprochen, was es hier vor Ort für Freizeitmöglichkeiten gibt“, erläutert Britta Kraft die Intention zu dem Projekt.

Nicht nur konsumieren

„Wir wollen, dass die Kinder nicht nur konsumieren, sondern etwas gestalten“, sagt Frank Siebel. In Workshops sollen kreative Ideen umgesetzt und ein Theaterstück einstudiert werden. „Das können sich die Teilnehmer dann aussuchen, ob sie malerisch oder zeichnerisch tätig werden oder sich trauen, auf die Bühne zu gehen“, sagt Sarah Führt. „Aber alles wird einen direkten Bezug zum Stadtteil Hohenlimburg haben“, ergänzt Yvonne Löhken.

Die Gruppe soll aus einer bunten Mischung bestehen – aus jungen Menschen, die zehn Jahre oder erst eine Woche in Hohenlimburg wohnen. „Es spielt auch keine Rolle, ob es Kinder mit oder ohne Fluchterfahrung sind“, ergänzt Jana Bostelmann. Wichtig ist, dass sie ihre Heimat kennenlernen und sich mit ihr auseinandersetzen. Auch Zukunftsperspektive ist gefragt. „Natürlich sollen sich die Teilnehmer auch mit der Frage beschäftigen, was ihnen in Hohenlimburg fehlt“, sagt Yvonne Löhken.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Als festen Punkt im Programm steht ein „Foto-Mapping“ – dort sollen sie markante Punkte in Hohenlimburg bildlich festhalten. Das gilt auch für das Theaterstück. „Hier können die Kinder selbst entscheiden. Es kann ernst, aber auch humorvoll sein“, erklärt Frank Siebel.

Von der technischen Welt soll Abstand genommen werden, Kommunikation und Dialog sind sehr wichtig. Jeder muss selbst aktiv werden. „Aber es muss natürlich alles Spaß machen, das Projekt wird in seiner sehr lockeren Atmosphäre ablaufen“, so Frank Siebel.

Die Projektleiter hoffen im Anschluss auf den sogenannten „Klebeeffekt“. Das kann etwa die Teilnahme an einer Theater AG sein sowie weitere Folgeangebote des Café Reals. Oder vielleicht ein Engagement im Jugendrat, dessen Geschäftsführer Frank Siebel ist. „Die Jugendlichen dort haben ein Auge auf ihre Stadt und achten darauf, was fehlt, was verbesserungsfähig ist.“

Am 10. April geht’s los

„Hohenlimburg – (m)eine Heimat“ beginnt am Montag, 10. April, im Café Real an der heimischen Realschule. Um 11 Uhr lernen sich Teilnehmerinnen, Teilnehmer und Projektleiter kennen. Auch an den folgenden zwei Tagen beginnen die Workshops um 11 Uhr an gleicher Stelle. Mittags gibt es immer einen kleinen Snack. Das Osterferienangebot der AWo ist für alle kostenfrei. Nach dem dreitägigen Workshop sollen Eltern, Geschwister, Großeltern und auch Freunde die Ergebnisse des Projektes bestaunen können. In der einzigartigen Atmosphäre der Werkhof-Katakombe werden Fotos und gestaltete Exponate am Mittwoch 12. April, ab 17.30 Uhr ausgestellt. Das Theaterstück beginnt um 18 Uhr, ebenfalls in der Katakombe.

Anmeldung

Die Teilnahme richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt.


Anmeldung: telefonisch im Café Real, Im Kley 32, 02334 / 808844. Geöffnet hat das Café in der Woche täglich ab 14 Uhr, freitags ab 12.30 Uhr. Ansprechpartner sind Frank Siebel und Sarah Führt.

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