Kultur

Krimi-Dinner im Hohenlimburger Café Fachwerk

Caroline Keufen und Martin Bross im Café Fachwerk Hohenlimburg mit „Blut ist dicker als Wasser“.

Caroline Keufen und Martin Bross im Café Fachwerk Hohenlimburg mit „Blut ist dicker als Wasser“.

Foto: Lea Nettekoven

Hohenlimburg.   Vor ausverkauftem Haus im Café Fachwerk präsentierten Caroline Keufen und Martin Bross „Blut ist dicker als Wasser“ nach Edgar Wallace.

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Im fliegenden Wechsel einen kompletten Krimiabend zu Zweit bestreiten? Caroline Keufen und Martin Bross machen es möglich! Vor ausverkauftem Haus im Café Fachwerk präsentierte das Schauspielduo „Blut ist dicker als Wasser“ nach Edgar Wallace. Serviert wurde den Gästen ein Drei-Gänge-Menü mit „Mord“ auf der Speisekarte.

Es ist die größte Angst jedes Veranstalters: Das Restaurant ist voll besetzt, das Publikum wartet, aber die Schauspieler sind nicht da. Die stehen im Stau, lediglich ein Techniker und ein Tonmanager sind mit den Requisiten vor Ort. Die beiden Mitarbeiter haben jedoch das Stück schon so viele Male gesehen, dass sie beschließen, es selbst in die Hand zu nehmen und einfach alle Rollen zu spielen.

„Das Stück ähnelt etwas dem Edgar-Wallace-Film ,Das indische Tuch’. Allerdings stark verändert und mit einem anderen Ende“, erzählt Schauspieler Martin Bross. Mit einer großen Schippe Humor nehmen die Schauspieler das allseits bekannte Krimigenre aufs Korn.

Abgeschiedenes Schloss

Die Handlung des Stücks findet in einem alten abgeschiedenen Schloss statt, wo das Testament eines Lords eröffnet wird. Die geldgierige Verwandtschaft erwartet eine Überraschung: Sie muss erstmal eine gewisse Zeit zusammen verbringen, bevor es ans Erben geht. Schon bald kommt es zu mysteriösen Todesfällen.

Für die Darsteller hieß es dann bei ihrem Auftritt gleich zwei verschiedene Ebenen zu verkörpern: die der beiden Techniker, die sich immer wieder auf aberwitzige Weise in die Haare kriegen, und die von zahlreicher verschiedener schräger Charaktere, die sich rund um das Geschehen des eigentliches Stückes tummelten. „Mit jedem Satz wird da die Figur gewechselt“, sagt Caroline Keufen.

„Es ist schön, wie unterschiedlich sie die Rollen spielen“, lobt Besucher Borja Lopez aus Dortmund die Darbietung der Künstler. „Es ist sehr unterhaltsam, und das Ambiente und der nostalgische Flair des Cafés trägt auch dazu bei“, findet Judith Lopez, die ursprünglich aus Hohenlimburg kommt.

„Es ist fantastisch und macht Spaß“, sagt Besucherin Anke Urban aus Schwerte. Über Facebook sind sie und ihre Begleitung Dirk Dornhoff auf die Vorstellung und das Café Fachwerk aufmerksam geworden.

Zurücklehnen und genießen

„Anlässlich einer Weihnachtsfeier habe ich einmal selbst bei einem Krimidinner für zu Hause mitgespielt, aber noch nie mir eines angesehen“, sagt sie. „Jetzt kann man sich zurücklehnen und genießen. Das ist was komplett anderes.“ Die Atmosphäre des Cafés hat dabei auch für die beiden etwas ganz besonderes.

„Es ist schön, dass die Kleinkunst in Hohenlimburg hochgehalten wird“, findet Dirk Dornhoff.

Bevor am Ende des rasanten Abends aufgelöst wurde, wer denn nun der kaltblütige Mörder ist, durfte jeder der Gäste dabei mitraten. Bewaffnet mit Zettel und Stift wurden die Vermutungen aufgeschrieben und gemeinsam mit den Darstellern ausgewertet. Ein unterhaltsamer Abend, der nach einer Wiederholung schreit.

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