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Kritik am Freitagsmarkt in der Hagener City abgeschmettert

Zweimal hat der Freitagsmarkt auf dem Ebert-Platz bislang stattgefunden. Kunden und Händler zeigen sich sehr zufrieden mit dem Angebot.

Foto: Michael Kleinrensing

Zweimal hat der Freitagsmarkt auf dem Ebert-Platz bislang stattgefunden. Kunden und Händler zeigen sich sehr zufrieden mit dem Angebot. Foto: Michael Kleinrensing

Hagen-Mitte.   Der Stadtentwicklungsausschuss weist einen Antrag zum neuen Freitagsmarkt in der City zurück. Das Konzept bleibe genau so wie es ist.

Nach der öffentlichen Kritik in dieser Zeitung, dass der neue Freitagsmarkt auf dem Ebert-Platz (10 bis 18 Uhr) die parallel stattfindenden Wochenmärkte in Hohenlimburg, Wehringhausen und Vorhalle kaputt mache, gab es für die Fraktionen Bürger für Hohenlimburg (BfH) und Linke Gegenwind im Stadtentwicklungsausschuss. Dort hatten die Antragsteller erreichen wollen, dass der Freitagsmarkt in der City zwischen 16 und 20 Uhr stattfinden solle und die Märkte in den Nebenzentren somit nicht mehr torpediere. Der Antrag scheiterte deutlich.

„Wir sind schon wieder dabei, ein zartes Pflänzchen von Attraktivität plattzutreten“, ärgerte sich Rüdiger Ludwig (Grüne) über das Ansinnen der BfH und Linken. Kunden und Händler seien sehr zufrieden mit dem Freitagsmarkt.

Bürger bestimmen über Sterben der Wochenmärkte

Ordnungsdezernent Thomas Huyeng, in dessen Zuständigkeit die Wochenmärkte fallen, blies ins gleiche Horn: „Die Uhrzeit für den Freitagsmarkt, auch wenn sie zunächst im Hauptausschuss anders beschlossen wurde, ist von den Händlern gewünscht worden.“ Und er wurde noch deutlicher: „Dass der Zulauf auf Märkten wie in Hohenlimburg nicht mehr stimmt, entscheiden die Bürger mit ihren Füßen.“ Werner König (SPD) hinterfragte sogar, ob eine Stadt mit etwas mehr als 190 000 Einwohnern überhaupt noch acht Wochenmärkte brauche. Die Nachbarstadt Herdecke zeige, wie man mit einem Markt im Stadtkern, der den heutigen Anforderungen und Ansprüchen genügt, sehr gut fahre. Melanie Purps (CDU) kritisierte hingegen, dass man in Wehringhausen über das Projekt Soziale Stadt den Umbau des Wilhelmsplatzes initiiert habe und sich dabei vor allem am Wochenmarkt orientiert habe. Purps: „Wenn jetzt plötzlich drei Händler zum Freitagsmarkt in die Innenstadt umziehen, ist das schädlich für das ganze Projekt Wilhelmsplatz.“

Antrag wird noch einmal gestellt

Mit-Antragsteller Frank Schmidt warf der Verwaltung vor, für den Freitagsmarkt „massiv Werbung und Künstlerakquise“ betrieben zu haben, für die Märkte in den Nebenzentren aber nicht. Der Stadtentwicklungsausschuss lehnte den Antrag mehrheitlich ab und verwies darauf, dass das Thema ohnehin eigentlich in den Hauptausschuss gehöre. Frank Schmidt: „Dort werden wir den Antrag wieder stellen. Wir bleiben am Ball.“

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