Küchenlieder-Kultur heute fast ausgestorben

Hohenlimburg.   Ausverkauftes Haus im Café Fachwerk – mal wieder ein Treffpunkt vieler Kunstkenner. Sabine Klose und Christoph Rösner haben – frisch aus dem Urlaub – beste Unterhaltung mit „Küchenliedern mit Kartoffelsalat“ geliefert.

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Ausverkauftes Haus im Café Fachwerk – mal wieder ein Treffpunkt vieler Kunstkenner. Sabine Klose und Christoph Rösner haben – frisch aus dem Urlaub – beste Unterhaltung mit „Küchenliedern mit Kartoffelsalat“ geliefert.

Christoph Rösner, ein Rezitator vor dem Herrn, entführte sein Publikum in die nicht endende Welt der Küchengeschichte. Sabine Klose – eine Naturbegabung, was ihre intuitive Gesichtspantomimik als Begleitung der Geschichten ihres Gatten Christoph betrifft. Gleichzeitig interpretierte sie mit ihrer märchenhaften Sopranstimme Küchenlieder vom Allerfeinsten.

„Geplärre“ aus den Radios

„Diese Kultur des Singens der Küchenlieder ist heute beinahe ausgestorben. Seit nur noch das ,Geplärre’ aus den Radios die gute Stube beschallt, will niemand mehr selbst singen oder zuhören. Wir wollen das ändern“, so der Hausherr Christoph Rösner. „Ich habe also das Nützliche mit dem Schönen kombiniert, und meine fleißige Ehemagd versüßt mir den Aufenthalt in der Küche mit lieblichem Gesang.“ Und schon erklang „lieblich“ das Lied von „Schön Röschen“.

Literatur über Küchenwesen

Weiter ging’s mit einer feinen, exzellent ausgesuchten Literatur über das Küchenwesen, der Herren Busch, Borchert, Roth, Heinz Erhard und vor allen Dingen Günter Grass. Das Gedicht „Die Schweinekopfsülze“ trug Christoph Rösner mit Wollust vor.

Immer wieder lieferte Rösner mit einem grandiosen Hang zum Sarkasmus vorgetragen Pointen – unterbrochen von kitschigen, frivolen Küchenliedern, frisch und fröhlich gesungen von Ehefrau und Sopranistin Sabine Klose. Auch hier gab es immer wieder Applaus.

Nach zwei Stunden war die „Küchenkost“ schon verflogen, aber Sabine Klose und Christoph Rösner bleiben ja den Hohenlimburgern erhalten – im Café Fachwerk in der Herrenstraße.

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