Kultur

Kulturzentren in Hagen brauchen Planungsssicherheit

Ende 2019 laufen die Zuschussverträge für die vier freien Zentren in Hagen ( im Bild die Pelmke) aus. Ab Anfang 2019 soll über die Verträge neu verhandelt werden.

Ende 2019 laufen die Zuschussverträge für die vier freien Zentren in Hagen ( im Bild die Pelmke) aus. Ab Anfang 2019 soll über die Verträge neu verhandelt werden.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Im Kulturausschuss ging es um die Themen Zuschüsse für Kulturzentren und Renovierungsmaßnahmen am Hohenhof.

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Wie geht es mit den Kulturzentren weiter? Werden die Zuschussverträge für die freien Zentren verlängert? Fragen, die gestern die Mitglieder des Kultur- und Weiterbildungsausschusses (KWA) beschäftigten.

Verträge laufen Ende 2019 aus

Zum Hintergrund: Zwischen der Stadt Hagen und den vier Zentren Pelmke, Hasper Hammer, Allerwelthaus und Werkhof wurden Budgetierungsverträge geschlossen, die Ende 2019 auslaufen. Im Kulturausschuss wurde angeregt, die Gespräche über eine Verlängerung zeitnah zu führen, um den Zentren Planungssicherheit zu geben.

Von allen Parteien wurde die finanzielle Unterstützung begrüßt, wobei Thomas Walter (CDU) vor einer eventuellen Erhöhung des momentanen Zuschusses warnte: „Wir dürfen unseren städtischen Haushalt auch im Kulturbereich nicht überstrapazieren. Wir sind nicht Düsseldorf.“

Aufstockung des Budgets

Friedrich-Wilhelm Geiersbach (SPD) beurteilte die Situation anders: Er sprach sich nicht nur für den Erhalt des Status quo für weitere fünf Jahre aus, sondern machte sich – auch aufgrund der Inflationsrate – für eine Aufstockung der Budgets stark.

Astrid Jakobs, Leiterin des Kulturbüros, empfahl, das Ergebnis, das bei einem jüngst geführten Gespräch zwischen Verwaltung und Kämmerei herausgekommen sei, abzuwarten.

Die Folge: Erst in der nächsten KWA-Sitzung Ende November werden die Mitglieder intensiv ins Gespräch über die Zuschussverträge einsteigen.

Schäden am und im Hohenhof

Weiteres Thema im KWA: die Restaurierung des Hohenhofes. Ausschussmitglieder zeigten sich beunruhigt, da etliche Schäden inzwischen deutlich sichtbar sind.

Birgit Schulte, stellvertretende Leiterin des Osthaus-Museums (der Hohenhof ist eine Dependance des Museums), bestätigte die Schäden und erläuterte zwei Arten von Wasserschäden: Zum einen jene, die durch „Sollbruchstellen“ an Dach, Mauern, Balkonen und Terrassen auftreten würden. Die letzten Reparaturarbeiten in diesen Bereichen seien 1999, 2000 sowie 2004 vorgenommen worden, „doch nun müssen wir wieder ran und eventuell Drainagen legen“.

Leck an alter Wasserleitung

Zum anderen habe im Hohenhof eine 110 Jahre alte Wasserleitung, die leck gewesen sei, Schäden verursacht. „Die Flecken sieht man zwar noch, aber wir haben die Ursache behoben“, versicherte Schulte.

Die Restaurierungsmaßnahmen zögen sich lange hin, „der Prozess verschlingt unheimlich Zeit, da es sich um ein Denkmal handelt“. Die Baumaßnahmen im Innern des Gebäudes sollen jedoch bis Frühjahr 2019 abgeschlossen sein, „es sind zwölf Gewerke - u.a. Maler, Fliesenleger, Stuckateure, Steinmetze und Tischler – beteiligt“, so Schulte.

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